Der Bundesdrogenbeauftragte Hendrik Streeck hat eindringlich vor den Gefahren des Alkoholkonsums gewarnt. In der Gesellschaft werde nach seiner Einschätzung „oft zu spät, zu vorsichtig“ über die Risiken gesprochen. Oft erfolge die Diskussion erst, wenn der Konsum bereits problematische Ausmaße angenommen habe. Alkohol könne Krebs begünstigen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern, abhängig machen und Familien schwer belasten. Diese Aussagen gab die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) bekannt, die den Bundesbeauftragten zitierte.
Aktionswoche Alkohol startet am Samstag
Ab diesem Samstag, dem 13. Juni, macht die Aktionswoche Alkohol der DHS erneut auf die Gefahren des Alkoholkonsums aufmerksam. Die Kampagne läuft bis zum 21. Juni und wirbt für einen bewussteren Umgang mit alkoholischen Getränken. Das diesjährige Motto lautet: „Entdecke, wie viel mehr in dir steckt – mit weniger oder ganz ohne Alkohol.“ Nach Angaben der DHS sind bundesweit über 900 Aktionen und Veranstaltungen geplant.
Streeck: Weniger Alkohol ist ein Gewinn
„Weniger Alkohol ist für viele Menschen kein Verzicht, sondern ein Gewinn an Gesundheit, Freiheit und Lebensqualität“, erklärte Streeck laut einer Mitteilung. Die Präventionskampagne wolle zeigen, dass Geselligkeit und Spaß auch ohne Alkohol funktionieren. Immer mehr Menschen seien davon überzeugt. Die DHS-Geschäftsführerin Christina Rummel betonte: „Jeder Schritt zählt, individuell und gesellschaftlich.“ Ziel sei es, die Gesundheit der Bevölkerung zu stärken, die Lebensqualität zu erhöhen und wirtschaftliche Kosten zu senken.
Hintergrund der Aktionswoche
Die Aktionswoche Alkohol wird von zahlreichen Organisationen und Verbänden der Sucht-Selbsthilfe getragen. Sie findet seit 2007 in der Regel alle zwei Jahre statt. Schirmherr der Kampagne ist Mediziner Hendrik Streeck, der als Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen fungiert. Die DHS ruft dazu auf, den eigenen Alkoholkonsum zu hinterfragen, zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten.



