Weniger Kreißsäle in Hessen: 13 Kliniken schlossen seit 2019
Weniger Kreißsäle in Hessen: 13 Kliniken geschlossen

Wiesbaden (dpa/lhe) - Die Zahl der Krankenhäuser mit Entbindungsstationen in Hessen ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Seit 2019 haben 13 Kliniken ihre Geburtshilfe-Stationen geschlossen, wie aus der Antwort des Familienministeriums auf eine Kleine Anfrage des FDP-Abgeordneten René Rock hervorgeht. Aktuell verfügen noch 39 hessische Kliniken über einen Kreißsaal.

Versorgung bleibt gesichert

Von Engpässen in der stationären Geburtshilfe sei jedoch nichts bekannt, teilt das Ministerium weiter mit. Nahezu alle Frauen im gebärfähigen Alter (97 Prozent) könnten innerhalb einer halben Stunde ein entsprechend eingerichtetes Krankenhaus erreichen, rund 60 Prozent hätten einen Weg von maximal 15 Minuten.

Größte Geburtskliniken in Hessen

Gemessen an der Zahl der Entbindungen handelt es sich beim Bürgerhospital Frankfurt um die größte hessische Geburtsklinik. Im Jahr 2024 kamen dort 4.374 Babys zur Welt. Auf Platz zwei liegt das Klinikum Frankfurt-Höchst (2.674 Geburten), gefolgt vom Klinikum Darmstadt (2.609). Aktuellere Zahlen lagen nicht vor.

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Hintergrund der Schließungen

Die Schließungen sind Teil eines bundesweiten Trends. Als Gründe nennen Experten Personalknappheit, insbesondere bei Hebammen und Fachärzten, sowie wirtschaftlichen Druck auf kleinere Häuser. In ländlichen Regionen könnte die Schließung von Kreißsälen zu längeren Anfahrtswegen führen, doch die Statistik zeigt, dass die Versorgung in Hessen flächendeckend gewährleistet ist.

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