Wildschwein-Plage in Hamburg: Jäger erschießt Keiler auf Fußballplatz
Wildschwein-Plage in Hamburg: Jäger erschießt Keiler

Dramatische Szenen auf dem Fußballplatz des Moorburger TSV in Hamburg: Seit Wochen treiben Wildschweine dort ihr Unwesen und haben den Rasen verwüstet. Nun hat der Verein einen Jäger engagiert, der einen Keiler erschossen hat. Der Start in die Kreisligasaison ist gefährdet.

Wachmann von Wildschwein gejagt

Am Montagabend gegen 18.30 Uhr wurde der Wachmann des Vereins auf dem Platz von einer Wildsau überrascht. „Als unser Wachmann nach dem Rechten schaute, rief ihm der Nachbar zu, dass Wildschweine da sind. Da stürmte schon eine Bache auf ihn zu und jagte ihn auf seinem Fahrrad über den Platz“, schildert Vereinspräsidentin Yvonne Petrich (45) gegenüber BILD. In einem Video ist zu sehen, wie der Mann flieht und dabei „Hilfe, Hilfe!“ ruft. Die Sau drehte kurz darauf ab, der Wachmann blieb unverletzt.

Stadtjäger erlegt Keiler

Nach dem Vorfall informierte Petrich den Stadtjäger. „Der reagierte super, kam noch am Abend zur Dämmerung. Drei Wildschweine zerwühlten schon den Rasen. Um 22 Uhr erlegte dann der Jäger einen Keiler“, so Petrich. Die anderen beiden Schweine flüchteten nach den Schüssen. Der getötete Keiler war ein ausgewachsenes Männchen mit starken Hauern.

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Schaden am Rasen und Gefahr für Kinder

Die Tiere haben beträchtlichen Schaden angerichtet. Der Platz war eigentlich zur Regeneration gesperrt. „Weil wir den regelmäßig bewässern, kommen da viele Engerlinge und Würmer an die Oberfläche. Eine gedeckte Tafel für die Schweine“, erklärt die Präsidentin. Der Förster riet, den Platz weiter zu sperren, da nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Wildschweine zurückkommen. „Das könnte insbesondere für Kinder gefährlich werden“, warnt Petrich.

Ursache und Zukunftspläne

Woher die Wildschweine plötzlich kommen, ist unklar. Petrich vermutet einen Zusammenhang mit dem Ausbau der Autobahn in der Nähe: „Das könnte damit zusammenhängen, dass die zu uns ausweichen.“ Der Verein plant nun, den Platz mit einem Wildzaun zu schützen. Für den Saisonstart in der Kreisliga muss der Moorburger TSV vorerst auf einen Ausweichplatz ausweichen. Die Mannschaft hofft, dass der Rasen bis zum nächsten Jahr wiederhergestellt ist.

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