Die Polizei hat im Jahr 2024 bundesweit mehr als 18.000 Opfer von sexuellem Kindesmissbrauch erfasst. Das geht aus dem aktuellen Lagebild hervor, das die Behörden vorlegten.
Zahlen und Details
Konkret wurden 18.085 Kinder und Jugendliche als Opfer registriert. Darunter befinden sich 13.365 Mädchen und 4.720 Jungen. Die Dunkelziffer dürfte nach Einschätzung von Experten deutlich höher liegen.
Anstieg der Fallzahlen
Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl der erfassten Opfer gestiegen. 2023 waren es rund 16.500 Fälle. Die Polizei führt den Anstieg unter anderem auf eine verbesserte Anzeigebereitschaft und intensivere Ermittlungen zurück.
„Die Zahlen sind alarmierend und zeigen, dass wir im Kampf gegen Kindesmissbrauch nicht nachlassen dürfen“, sagte ein Sprecher des Bundeskriminalamts. Die Behörden arbeiten verstärkt mit spezialisierten Einheiten und internationalen Partnern zusammen.
Maßnahmen der Regierung
Die Bundesregierung hat in den letzten Jahren mehrere Initiativen gestartet, um Kinder besser zu schützen. Dazu gehören unter anderem die Stärkung der Ermittlungsbehörden, Präventionsprogramme in Schulen und die Unterstützung von Beratungsstellen.
„Jeder einzelne Fall ist einer zu viel. Wir müssen alles tun, um Kinder vor sexualisierter Gewalt zu bewahren“, betonte die zuständige Ministerin.
Die vollständigen Daten des Lagebilds werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Die Polizei ruft dazu auf, Verdachtsfälle umgehend zu melden.



