Brandenburgs Sozialminister Wilke verurteilt Angriff auf Jugendamts-Mitarbeiterin
Angriff auf Jugendamt: Wilke fordert mehr Respekt

Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) hat mit großer Sorge auf den Angriff auf eine Behörden-Mitarbeiterin in Finsterwalde im Süden Brandenburgs reagiert. Er beklagte, dass Aggressionen gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst in den vergangenen Jahren zugenommen hätten. Der Vorfall ereignete sich am Dienstag, als ein Mann eine Mitarbeiterin des Jugendamts bedrohte und in ihrem Büro Feuer legte. Ein 35 Jahre alter Verdächtiger wurde festgenommen. Vier Menschen kamen nach Polizeiangaben mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Wilke: „Ungeheuerlicher Vorgang“

„Der ungeheuerliche Vorgang in Finsterwalde sollte uns alle zutiefst beunruhigen. Die Kolleginnen und Kollegen im Öffentlichen Dienst tun oftmals unter schwierigen Bedingungen ihr Bestes, um unserem Gemeinwohl zu dienen und für die Menschen vor Ort da zu sein“, sagte Minister Wilke auf Anfrage. Er betonte, dass die Beschäftigten der Behörden „mindestens Respekt“ verdient hätten, niemals Bedrohung und erst recht keine Gewalt.

Zunahme von Aggressionen

„Wenn Bürgerinnen und Bürger unhöflich oder unverschämt, verbal verletzend und bedrohend auftreten, was in den vergangenen Jahren immer häufiger vorkam, dann hinterlässt das bei den Bearbeiterinnen und Bearbeitern Spuren“, erklärte Wilke weiter. „Wenn, wie jetzt, physische Gewalt gegen Personen ausgeübt wird, dann ist ein Punkt erreicht, an dem wir alle einhalten sollten.“ Der Minister forderte mehr Respekt für die Arbeit der Behördenmitarbeiter und wies auf die schwierigen Bedingungen hin, unter denen sie oft arbeiteten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Reaktionen und Folgen

Die Polizei ermittelt gegen den 35-jährigen Tatverdächtigen, der nach der Tat festgenommen wurde. Die vier ins Krankenhaus eingelieferten Personen konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Der Vorfall hat in der Region für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über die Sicherheit von Beschäftigten im öffentlichen Dienst ausgelöst. Wilke kündigte an, dass man die Situation analysieren und prüfen werde, ob weitere Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter notwendig seien.

Forderung nach mehr Wertschätzung

Der Sozialminister appellierte an die Bevölkerung, die Arbeit der Behördenmitarbeiter mehr zu würdigen. „Sie leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und verdienen unseren Respekt, nicht unsere Aggression“, so Wilke. Er verwies auf die steigende Zahl von Übergriffen auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst in den letzten Jahren und forderte ein entschlossenes Vorgehen gegen solche Taten. Die Landesregierung werde das Thema weiterhin intensiv verfolgen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter ergreifen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration