Die Berliner Stadtreinigung (BSR) hat verhalten auf die Vorschläge von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) zur Verbesserung der Stadtsauberkeit reagiert. Giffey hatte sich im Wahlkampf für eine kostenlose Sperrmüllabholung und den verstärkten Einsatz von Hochdruckreinigern an stark verschmutzten Orten wie dem Kottbusser Tor ausgesprochen. Ein BSR-Sprecher sagte dem Tagesspiegel, man begrüße zwar jede Diskussion über die Stadtsauberkeit, machte aber zugleich deutlich, dass beide Vorhaben erhebliche Ressourcen erfordern würden.
Giffey fordert kostenlose Sperrmüllabholung und mehr Nassreinigungen
Giffey hatte dem Tagesspiegel gesagt, sie würde es gut finden, wenn Berliner Haushalte einmal im Jahr kostenlos Sperrmüll abholen lassen könnten. Derzeit ist dieser Service bei der BSR zwar buchbar, aber kostenpflichtig. Zudem sprach sie sich dafür aus, mehr Orte in der Stadt mit Hochdruckreinigern zu säubern. „Den Kotti kriegst du an manchen Stellen nicht mehr gefegt“, sagte die Senatorin. Die BSR betreibt bereits Nassreinigungen an ausgewählten Standorten, etwa zur Entfernung von Taubenkot unter Brückenunterführungen.
BSR verweist auf Kosten und Kapazitäten
Der BSR-Sprecher erklärte, dass eine Ausweitung der Nassreinigungen stark von den örtlichen Anforderungen, den verfügbaren personellen und technischen Kapazitäten sowie den bereitgestellten finanziellen Mitteln abhänge. Ähnlich zurückhaltend fiel die Reaktion auf den Vorschlag zur kostenlosen Sperrmüllabholung aus. Diese würde bestehende Angebote wie Recyclinghöfe und Kieztage ergänzen und dadurch „einen großen zusätzlichen Finanzierungsbedarf“ erzeugen, so der Sprecher.
Der Sprecher verwies darauf, dass Giffey selbst eingeräumt habe, es brauche dafür „personelle Ressourcen und auch Geld“, und angekündigt habe, die Pläne mit der BSR besprechen zu wollen. „Diesem Gespräch möchten wir nicht vorgreifen“, sagte der Sprecher.



