Der US-amerikanische Musiker Chris Brown ist zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden. Der 37-jährige Grammy-Gewinner muss wegen eines Hundeangriffs auf seine ehemalige Haushälterin knapp 13 Millionen Dollar zahlen. Das Gericht sprach der Frau 12,9 Millionen Dollar Schadensersatz zu. Zusätzlich erhält ihre Schwester, die zum Zeitpunkt des Angriffs ebenfalls im Dienst war, 885.000 Dollar. Der Ehemann der verletzten Frau bekommt 50.000 Dollar.
Hintergrund des Angriffs
Die ehemalige Angestellte hatte Brown verklagt, nachdem sie beim Hinaustragen des Mülls auf seinem Anwesen in Kalifornien von einem Kaukasischen Schäferhund angegriffen wurde. Sie forderte ursprünglich 90 Millionen Dollar Schadensersatz. Laut dem Magazin „Rolling Stone“ erlitt die Frau durch die Attacke schwere Narben im Gesicht und am linken Arm.
Browns Aussage vor Gericht
Brown räumte zu Beginn des Prozesses eine Mitschuld ein, sagte jedoch vor Gericht aus, er habe seine damalige Haushälterin und deren Schwester vor den Hunden gewarnt. Er habe ihnen gesagt, sie sollten nur in Begleitung von Sicherheitspersonal nach draußen gehen. Die beiden Haushälterinnen bestritten, ein solches Gespräch mit Brown geführt zu haben. Der Musiker gab an, nach dem Vorfall unter Schock gestanden zu haben. Auf Anraten seines Managers habe er den Tatort verlassen, bevor die Rettungskräfte eintrafen.
Weitere rechtliche Probleme
Der Prozess um die Hundeattacke war nicht Browns einziger. Ihm wird vorgeworfen, 2023 in einem Londoner Nachtclub einen Musikproduzenten mit einer Flasche geschlagen und schwer verletzt zu haben. Brown hat bei einer Anhörung auf nicht schuldig plädiert. Der Prozess soll voraussichtlich im Oktober beginnen. Bereits 2009 wurde Brown wegen einer Prügelattacke auf seine damalige Partnerin Rihanna zu fünf Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.



