Was als routinemäßige Durchsuchung wegen Drogenhandels begann, endete für die Polizei in Germersheim mit einem spektakulären Waffenfund. Beamte der Kriminalpolizei durchsuchten am Montag eine Wohnung in der pfälzischen Stadt und stießen dabei nicht nur auf Betäubungsmittel, sondern auch auf mehrere Schusswaffen, Munition und einen explosionsgefährlichen Gegenstand. Der 42 Jahre alte Bewohner wurde noch am selben Tag festgenommen und in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Drogenfund als Auslöser für die Durchsuchung
Die Ermittlungen gegen den Mann waren bereits seit längerem im Gange. Die Staatsanwaltschaft in Frankenthal verdächtigte ihn, mit Marihuana und Amphetamin in nicht geringer Menge zu handeln. Aufgrund des dringenden Tatverdachts beantragten die Behörden einen Durchsuchungsbeschluss, der am Montag vollstreckt wurde. Neben den Drogen fanden die Einsatzkräfte in der Wohnung des 42-Jährigen auch eine scharfe Schusswaffe samt Munition sowie zwei Schreckschusspistolen.
Explosionsgefährlicher Gegenstand sorgt für Spezialeinsatz
Besonders brisant war der Fund eines „explosionsgefährlichen Gegenstands“, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Spezialisten des Landeskriminalamts (LKA) wurden hinzugezogen und entschärften den Gegenstand vor Ort. Die genaue Art des Sprengkörpers wurde aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt gegeben. Die Anwohner der umliegenden Gebäude mussten während des Einsatzes kurzzeitig in Sicherheit gebracht werden, verletzt wurde niemand.
Haftbefehl wegen bewaffneten Drogenhandels
Der Beschuldigte wurde dem Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unerlaubtes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie bewaffnetes Handeltreiben mit Cannabis vor. Letzteres ist ein besonders schwerer Fall, da der Täter eine Waffe bei sich führte oder griffbereit hatte. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen zu seinem möglichen Umfeld und zur Herkunft der Waffen dauern an.
Polizei warnt vor Gefahren illegaler Waffen
Die Polizei in Rheinland-Pfalz betont immer wieder die Gefahren, die von illegalen Waffen und explosionsgefährlichen Gegenständen ausgehen. In diesem Fall konnten Schlimmeres verhindert werden, da die Spezialkräfte rechtzeitig eingriffen. Der Fund unterstreicht einmal mehr die enge Verzahnung von Drogenkriminalität und Waffenbesitz. Die Ermittlungsbehörden prüfen nun, ob der Mann möglicherweise in weitere Straftaten verwickelt ist.



