Ein 48-jähriger Mann aus dem Landkreis Miesbach soll in der Nacht von Sonntag auf Montag in das Haus des ehemaligen Fußballstars Mehmet Scholl im Münchner Nobelviertel Solln eingedrungen sein. Wie die „Bild“-Zeitung zuerst berichtete, verschaffte sich der Tatverdächtige gegen 2 Uhr nachts gewaltfrei Zugang zu dem Einfamilienhaus, vermutlich durch eine offene Terrassentür. Die Polizei München bestätigte den Vorfall indirekt durch eine Pressemitteilung.
Verdächtiger hielt sich zunächst unbemerkt im Haus auf
Laut Polizeibericht hielt sich der Mann zunächst einige Zeit unbemerkt im Haus auf. Die „Bild“ berichtet, er habe unter anderem geduscht. Anschließend ging er ins Obergeschoss und legte sich mit unbekleidetem Unterkörper in ein Bett. In diesem Bett befanden sich eine 20-jährige Frau – offenbar eine Tochter von Mehmet Scholl – und ihr 24-jähriger Lebensgefährte.
Bewohner überwältigten den Eindringling
Die beiden wurden durch die Anwesenheit des Mannes geweckt. Es kam zu einer Rangelei, bei der die 20-Jährige und ihr Freund den Eindringling überwältigten. Die Tochter sagte der „Bild“: „Als er sich in unserem Schlafzimmer auf mich legen wollte, haben mein Freund und ich ihn kräftig vermöbelt.“ Auch Mehmet Scholl, der 55-jährige Hauseigentümer, wachte durch die Auseinandersetzung auf und half, den Verdächtigen bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.
Festnahme und psychiatrische Unterbringung
Der 48-Jährige wurde vorläufig festgenommen und unter anderem wegen sexueller Nötigung und Hausfriedensbruch angezeigt. Aufgrund psychischer Auffälligkeiten wurde er in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Die weiteren Ermittlungen führt das für Sexualdelikte zuständige Kommissariat in München.



