Elf Jahre Haft für Naumburger wegen sexuellen Missbrauchs
Elf Jahre Haft für Missbrauch in Naumburg

Das Landgericht Halle hat einen 49-jährigen Mann aus Naumburg wegen mehrfachen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt. Dies teilte eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mit. Der Angeklagte hatte nach Überzeugung des Gerichts auf Töchter von Bekannten aufgepasst und diese über Jahre hinweg sexuell missbraucht. In einigen Fällen soll der Mann zudem pornografische Inhalte erstellt haben.

Opfer waren zwischen sechs und zwölf Jahren alt

Das jüngste missbrauchte Mädchen war nach Angaben der Gerichtssprecherin gerade erst eingeschult worden, das älteste Opfer zwölf Jahre alt. Die Taten ereigneten sich in einem Zeitraum von 2017 bis 2025. Die Kinder stammten aus dem Bekanntenkreis des Verurteilten, der auf sie aufpasste, während die Eltern abwesend waren. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 49-Jährige die Situation systematisch ausnutzte.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Gegen das Urteil kann innerhalb von sieben Tagen Revision eingelegt werden. Bis zur Rechtskraft gilt die Unschuldsvermutung. Zuvor hatte der Mitteldeutsche Rundfunk über den Fall berichtet. Die Staatsanwaltschaft hatte eine noch höhere Strafe gefordert, während die Verteidigung auf Freispruch plädierte. Das Gericht folgte mit dem Strafmaß in Höhe von elf Jahren dem Antrag der Anklagebehörde teilweise.

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Hintergrund der Taten

Die Taten kamen laut Gericht durch Hinweise von Eltern ans Licht, die bei ihren Töchtern Verhaltensauffälligkeiten bemerkten. Eine medizinische Untersuchung bestätigte schließlich den Verdacht. Der Angeklagte hatte sich zu den Vorwürfen nicht geäußert. Das Gericht wertete die langjährige Dauer der Übergriffe und das Vertrauensverhältnis zu den Familien als besonders strafverschärfend.

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