Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will die Entscheidung von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) für eine Leihmutterschaft parteiintern aufarbeiten. Das kündigte Merz am Freitag bei einer Pressekonferenz in Brühl an. Die Diskussion soll in der nächsten Sitzung des CDU-Präsidiums stattfinden.
Keine Änderungen an der Rechtslage geplant
Merz stellte klar, dass er derzeit keine Notwendigkeit für Änderungen an der geltenden Rechtslage zur Leihmutterschaft sehe. „Ich sehe nicht, dass an der geltenden Rechtslage Änderungen vorgenommen werden sollen“, sagte er. Die weitere Behandlung des Themas werde in der nächsten Präsidiumssitzung der CDU Deutschlands besprochen.
Rücktrittsforderungen gegen Spahn
Hintergrund sind Rücktrittsforderungen gegen Jens Spahn, die nach seiner Entscheidung für eine Leihmutterschaft laut wurden. Der Unionsfraktionschef hatte öffentlich gemacht, dass er und sein Mann den Weg der Leihmutterschaft gehen wollen. Dies stieß in Teilen der Partei und der Öffentlichkeit auf Kritik. Merz betonte, dass das Thema intern diskutiert werden müsse, ohne jedoch konkrete personelle Konsequenzen zu benennen.
Die nächste Sitzung des CDU-Präsidiums wird voraussichtlich in den kommenden Wochen stattfinden. Spahn selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu den Rücktrittsforderungen geäußert.



