Fabian-Prozess: Therapeut von Schweigepflicht entbunden – Widersprüche
Fabian-Prozess: Therapeut sagt aus – Widersprüche bei Gina H.

Im Mordfall Fabian hat der Psychotherapeut der Hauptangeklagten Gina H. erstmals vor dem Landgericht Rostock ausgesagt. Der Therapeut war zuvor von seiner Schweigepflicht entbunden worden. Seine Aussage rückt mehrere Widersprüche in den früheren Schilderungen der Angeklagten in den Fokus.

Therapeut entlastet sich selbst und belastet Angeklagte

Der behandelnde Psychotherapeut berichtete vor Gericht detailliert über die Gespräche mit Gina H. Dabei stellte er klar, dass die Angeklagte ihm gegenüber andere Angaben gemacht habe als gegenüber der Polizei. So habe sie ihm beispielsweise von einem anderen Tathergang erzählt, der nicht mit ihren bisherigen Aussagen übereinstimme. Die Staatsanwaltschaft wertet dies als Indiz für eine mögliche Falschaussage.

Widersprüche in der Timeline des Tatabends

Laut Aussage des Therapeuten habe Gina H. ihm gegenüber zugegeben, dass sie am Tatabend länger bei ihrem Ex-Freund gewesen sei als ursprünglich angegeben. Dies widerspreche ihrer Alibibehauptung, sie habe sich zur Tatzeit in ihrer Wohnung aufgehalten. Die Verteidigung kündigte an, die Glaubwürdigkeit des Therapeuten anzuzweifeln, da dieser selbst in die Affäre verwickelt sein könnte.

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BILD-Reporterin Isabel Pfannkuche berichtete live aus dem Gerichtssaal: „Der Therapeut lieferte weitere Puzzlestücke, die das Bild der Anklage stützen. Die Widersprüche werden immer deutlicher.“

Mögliche Konsequenzen für den Prozessverlauf

Sollten die Widersprüche bestätigt werden, könnte dies das Ende der Glaubwürdigkeit von Gina H. bedeuten. Die Staatsanwaltschaft erwägt, die Anklage um den Vorwurf der Falschaussage zu erweitern. Der Prozess wird fortgesetzt.

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