Fünf Beamte der Polizeidirektion Hannover sind vorläufig des Dienstes enthoben worden. Es handelt sich um vier Polizeivollzugsbeamte und eine Polizeivollzugsbeamtin. Die Maßnahme erfolgte im Rahmen dienstrechtlicher Ermittlungen, wie die Polizeidirektion mitteilte.
Disziplinarverfahren gegen zwei weitere Polizisten
Gegen zwei weitere Polizeibeamte wurden ebenfalls Disziplinarverfahren eingeleitet. Sie wurden in andere Dienstbereiche der Polizeidirektion versetzt. Die konkreten Vorwürfe zu den Dienstpflichtverstößen nannte die Polizei nicht.
Strafrechtliche Ermittlungen laufen
Im Zuge der Ermittlungen wurden auch strafrechtliche Verstöße festgestellt. Gegen die betroffenen Personen wurden entsprechende Ermittlungsverfahren eingeleitet. Aus ermittlungstaktischen und rechtlichen Gründen machte die Polizei keine näheren Angaben zu den konkreten Tatvorwürfen. Die Disziplinarverfahren wurden teilweise bis zum Abschluss der strafrechtlichen Ermittlungen ausgesetzt.
Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten äußerte sich besorgt: „Die Vorwürfe treffen uns als Polizeibehörde und beschädigen das Vertrauen, das die Menschen zu Recht in uns setzen.“ Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, wäre dies nicht nur ein möglicher Verstoß gegen geltendes Recht, sondern auch gegen die Werte und Maßstäbe der Polizei.
Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt die Unschuldsvermutung. Die Behörde werde notwendige rechtliche und disziplinarrechtliche Konsequenzen ziehen. Die Polizeidirektion Hannover arbeitet eng mit den zuständigen Ermittlungsbehörden zusammen und will über wesentliche Entwicklungen informieren, soweit rechtlich zulässig.



