Ein verurteilter Frauenmörder ist nach einem begleiteten Haftausgang untergetaucht. Benjamin Fricke (42) nutzte die Gelegenheit, um sich nach einem Besuch bei seiner Mutter mit seinem Motorrad abzusetzen. Die Behörden fahnden nun intensiv nach dem flüchtigen Straftäter.
Die Chronologie der Flucht
Am Nachmittag des 17. Juni 2026 verließ Fricke in Begleitung eines Vollzugsbeamten die Justizvollzugsanstalt. Ziel war ein Besuch bei seiner Mutter in der Nähe von Hannover. Gegen 15:30 Uhr verließ er das Haus der Mutter, bestieg sein Motorrad und fuhr davon – ohne dass der Beamte eingreifen konnte. Seitdem fehlt jede Spur von ihm.
Wer ist Benjamin Fricke?
Der 42-Jährige wurde wegen Mordes an einer Frau zu lebenslanger Haft verurteilt. Er gilt als unberechenbar und gewalttätig. Die Tat geschah im Jahr 2019, als er seine damalige Partnerin tötete. Das Gericht stellte eine besondere Schwere der Schuld fest.
Wie konnte die Flucht gelingen?
Die genauen Umstände sind noch unklar. Der begleitete Haftausgang war offenbar genehmigt worden, da Fricke als nicht fluchtgefährdet eingestuft wurde. Doch die Einschätzung erwies sich als fataler Fehler. Der Beamte gab an, dass Fricke plötzlich auf sein Motorrad sprang und davonraste – eine Reaktion sei nicht möglich gewesen.
Fahndung läuft auf Hochtouren
Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat eine Großfahndung eingeleitet. Es wird vermutet, dass Fricke sich in Richtung Osten abgesetzt hat. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise auf den Aufenthaltsort des Flüchtigen können unter der Telefonnummer 110 gemeldet werden.
Die Behörden stehen nun in der Kritik. Wie konnte ein verurteilter Mörder trotz seiner Vorgeschichte einen Haftausgang erhalten? Die Justizministerin kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Der Fall wirft erneut Fragen zur Sicherheit von Haftlockerungen auf.



