Einstweilige Verfügung gegen die Fifa
Das Landgericht Frankfurt hat eine einstweilige Verfügung gegen den Fußball-Weltverband Fifa erlassen. Der Beschluss verpflichtet die Fifa, „bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen“, wie das Gericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Gegen die Verfügung kann Widerspruch eingelegt werden.
Vorwürfe der Manipulation
Die Ticketverkaufsplattform Ticombo GmbH, die den Antrag gestellt hatte, wirft der Fifa manipulative Verfahren bei der Ticketvergabe vor. Konkret geht es um Zeitdruck während des Kaufvorgangs, die Gestaltung des Kaufablaufs sowie mangelnde Transparenz auf der offiziellen Wiederverkaufsplattform des Weltverbands. Die Vorwürfe umfassen auch undurchsichtige Preisgestaltungen.
Kritik an Preispolitik und Zweitmarkt
Die Fifa steht bereits seit Monaten wegen hoher Ticketpreise und ihrer Verkaufspraktiken für das XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko in der Kritik. Auch die US-Justiz hat sich bereits mit dem Thema befasst. Ein dynamisches Preismodell führt zu stark schwankenden Beträgen für die Fans. Auf dem offiziellen Zweitmarkt reguliert die Fifa die Preise nicht. Gleichzeitig profitiert der Verband doppelt: Pro Ticket wird eine Gebühr von 15 Prozent sowohl vom Verkäufer als auch vom Käufer erhoben.



