In Potsdamer Jugendklubs kommt es weiterhin zu Gewaltandrohungen gegen Sozialarbeiter. Trotz mehrerer Vorfälle mit einer aggressiven jungen Männergruppe wurde bislang keine Strafanzeige gestellt. Das berichtete Jugendamtschefin Alexandra Mebus-Haarhoff am Donnerstagabend im Jugendhilfeausschuss.
Krisensitzung ohne Anzeige
Bei einer Krisensitzung mit Polizei und Klubvertretern wurden Befürchtungen laut, dass die Adressen von Sozialarbeitern bekannt werden könnten, wenn diese Anzeige erstatten. Aus Angst vor Rache zögern die Betroffenen, gegen die Gruppe auszusagen. Das Jugendamt bietet den Sozialarbeitern Unterstützung an, doch die Furcht bleibt groß.
Hintergrund der Vorfälle
Die aggressive Gruppe junger Männer sorgt seit Wochen für Unruhe in den Einrichtungen. Neben Bedrohungen kam es auch zu körperlichen Übergriffen. Die Polizei ermittelt, doch ohne offizielle Anzeigen gestaltet sich die Beweisführung schwierig. Die Stadtverwaltung prüft nun weitere Sicherheitsmaßnahmen für die Klubs.



