Mutmaßliche IS-Mitglieder in Bayern festgenommen – Haftbefehl erlassen
IS-Verdächtige in Bayern festgenommen

Im bayerischen Traunstein und Weiden sind zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Der Haftbefehl wurde wegen des dringenden Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung erlassen. Die Männer – ein 28-jähriger Iraker und ein 46-jähriger Syrer – sollen sich spätestens im Frühjahr 2016 dem IS angeschlossen haben. Beide kamen in Untersuchungshaft in bayerischen Justizvollzugsanstalten.

Festnahmen an zwei Terminen

Die Festnahmen erfolgten am Donnerstag, dem 23. Juli 2026, und am darauffolgenden Donnerstag, dem 28. Juli 2026. Beteiligt waren Einsatzkräfte des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA), die örtlichen Polizeipräsidien, die Sachleitung der Generalstaatsanwaltschaft München sowie die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET). Dies geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft und des BLKA hervor. Es handele sich um zwei unabhängig voneinander geführte Verfahren, die jedoch ähnliche Vorwürfe betreffen.

Vorwürfe im Detail

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden sollen beide Tatverdächtige auf einer Mitgliederliste des IS verzeichnet gewesen sein. Der 28-jährige Iraker soll zwischen Januar und September 2016 dem IS angehört und für diesen gekämpft haben. Der 46-jährige Syrer soll von Februar bis Juli 2016 der IS-Polizei sowie verschiedenen Kampfeinheiten angehört haben. Beide Männer sollen während ihrer Mitgliedschaft monatliche Zahlungen von der Terrororganisation erhalten haben. Die genauen Summen wurden nicht bekannt gegeben.

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Laufende Ermittlungen und Unschuldsvermutung

Die Behörden machten mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine weiteren Angaben zu den Hintergründen oder möglichen Verbindungen zu anderen Anschlägen oder Planungen. Für beide Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung. Die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus führt die weiteren Untersuchungen. Der Fall zeigt die anhaltende Bedrohung durch den islamistischen Terrorismus und die intensive Arbeit der Sicherheitsbehörden in Bayern, die seit Jahren Schwerpunkt auf die Verfolgung von IS-Mitgliedern und -Unterstützern legt.

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