Rheinmetall steigert Umsatz um 69 Prozent im zweiten Quartal
Rheinmetall: Umsatzplus von 69 Prozent im Q2

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall hat im zweiten Quartal 2026 einen kräftigen Umsatzsprung verzeichnet. Die Erlöse legten im Jahresvergleich um 69 Prozent zu und erreichten knapp 3,3 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch auf Basis vorläufiger Zahlen bekannt gab. Auch der Betriebsgewinn (EBIT) stieg deutlich: um fast ein Fünftel auf 562 Millionen Euro – ein Wert, der die Analystenerwartungen klar übertraf.

Alle Segmente tragen zum Wachstum bei

Laut Unternehmensangaben trugen sämtliche Geschäftsbereiche zu der positiven Entwicklung bei. Besonders die Sparten Waffen und Munition sowie Fahrzeugsysteme hätten von der hohen Nachfrage profitiert. Der Auftragsbestand des Konzerns kletterte erstmals über die Marke von 80 Milliarden Euro. Maßgeblich dafür waren unter anderem ein großer Munitionsauftrag der Bundeswehr sowie ein Auftragspaket mit Rumänien. Die genauen Volumina der Einzelaufträge wurden nicht genannt.

Operativer Barmittelabfluss erwartet

Allerdings zeichnet sich im zweiten Quartal ein operativer Barmittelabfluss ab. Grund dafür sind laut Rheinmetall verschobene Anzahlungen. Der Konzern betonte jedoch, dass dies die positive Geschäftsentwicklung nicht schmälere. Die Aktie des Rüstungskonzerns reagierte auf die Nachrichten mit einem Plus von mehr als drei Prozent.

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Projekt „Firepower“: Pulverproduktion wird verdoppelt

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Rheinmetall mit dem Projekt „Firepower“ für Schlagzeilen gesorgt. Ziel ist es, die Produktionskapazitäten für Treibladungspulver zu verdoppeln. Hintergrund ist die weltweit steigende Nachfrage nach Artilleriemunition. Das Unternehmen investiert dafür in den Ausbau seiner Produktionsstätten in Deutschland und anderen Ländern. Die Maßnahmen sollen die Versorgungssicherheit für die Streitkräfte langfristig erhöhen.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026

Rheinmetall bestätigte seine Prognose für das Gesamtjahr. Der Vorstand rechnet weiterhin mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Der Konzern profitiert von den massiv gestiegenen Verteidigungsausgaben vieler NATO-Staaten, insbesondere Deutschlands. Mit dem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr und den laufenden Rüstungsprojekten ist die Auftragslage auf Jahre hinaus gesichert. Analysten sehen Rheinmetall als einen der Hauptprofiteure der sicherheitspolitischen Neuausrichtung.

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