Isabel Pfannkuche: Eine Reporterin mit klarem Fokus auf die dunklen Seiten der Gesellschaft
Isabel Pfannkuche versteht ihren Beruf als eine Berufung: „Reporterin sein – das heißt für mich: immer dort sein, wo etwas passiert. Dahin gehen, wo sonst niemand hingeht. Hinschauen, wo alle wegsehen. Fragen stellen, die niemand stellt. Den Finger immer wieder in die Wunde legen.“ Ihre thematischen Schwerpunkte umfassen Polizei-Lagen, Extremismus, Islamismus, Antisemitismus, Drogenkriminalität und organisierte Kriminalität, insbesondere über Telegram und das Deep Web.
Vom Land in die Großstadt: Der Werdegang einer Kriminalitätsreporterin
Aufgewachsen auf dem Land in der Nähe von Kassel, zog es Pfannkuche nach der Schülerzeitung schnell in die Großstadt. In Frankfurt am Main studierte sie Politikwissenschaft und Germanistik. Ihre journalistische Karriere begann beim Hörertelefon und Verkehrsservice von Hit Radio FFH, später arbeitete sie als Reporterin für die Region Mittelhessen. Für die HNA berichtete sie über Amateursport von den Fußballplätzen und Hallen im Landkreis Kassel.
Der Einstieg in den Hauptstadtjournalismus gelang ihr mit einem Praktikum bei B.Z. und BILD Berlin-Brandenburg. Nach einem Jahr als freie Lokal-Reporterin bei B.Z. und einem Volontariat an der Axel Springer Academy war sie zunächst ein Jahr als Polizeireporterin für B.Z. in ganz Berlin unterwegs. Heute schreibt sie für BILD Nachrichten und berichtet deutschland- und weltweit über die dunklen Seiten unserer Gesellschaft.
Aktuelle Berichterstattung: Fokus auf den Mordfall Fabian
Zu ihren jüngsten Artikeln gehören Berichte über den Prozess um den Tod des 8-jährigen Fabian. So berichtete sie über die Angeklagte Gina H., die bei Google suchte, ob Wildschweine tote Menschen fressen, und über die Mutter des Jungen, die im Gerichtssaal anwesend war. Weitere Themen sind die kleinste Feuerwehr Deutschlands, ein Ermittlungsverfahren gegen eine FDP-Politikerin wegen Beleidigung sowie Details aus dem Mordprozess, darunter Fußspuren am Tatort und verräterische Handydaten der Angeklagten.
Pfannkuche beleuchtet auch die psychologischen Aspekte des Falls, etwa die toxische Co-Abhängigkeit des Vaters des ermordeten Jungen zur Angeklagten. Ihre Berichterstattung zeigt eindrücklich, wie sie den Finger in die Wunde legt und dort hinschaut, wo andere wegsehen.



