Meth-Labor in Erfurt: Lange Haftstrafen für drei Männer
Meth-Labor in Erfurt: Lange Haftstrafen verhängt

Das Landgericht Erfurt hat drei Männer im Alter von 38 bis 45 Jahren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt, weil sie in Thüringen ein großes Crystal-Meth-Labor betrieben haben. Die Strafen lauten sechs Jahre, 13 Jahre und sechs Monate sowie 14 Jahre Gesamtfreiheitsstrafe. Die Angeklagten hatten sich weitgehend geständig gezeigt.

Größtes Meth-Labor in Deutschland

Nach Einschätzung von Experten handelte es sich um das damals größte Labor für Crystal Meth in Deutschland. In einer professionell eingerichteten Drogenküche in Erfurt sollen mindestens 40 Kilogramm Methamphetamin produziert worden sein. In einem Lager im Landkreis Sömmerda fand die Polizei zudem rund 100 Kilogramm Marihuana.

Die Männer machten sich laut Urteil unter anderem des Handels mit Cannabis und anderen Drogen im großen Stil schuldig, teils als Bande. Der Tatzeitraum erstreckte sich von Mitte 2020 bis Februar 2022.

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Richter äußert „gewisse Hochachtung“

Der Vorsitzende Richter sprach in der Urteilsbegründung von einer „gewissen Hochachtung“ vor dem, was die Angeklagten „hochgezogen“ hätten. Die Anlage zur Methamphetamin-Produktion sei zwar nicht perfekt, aber voll funktionsfähig gewesen und habe hohe Qualität geliefert.

Die Staatsanwaltschaft hatte längere Strafen gefordert, die Verteidigung kürzere. Jeweils sechs Monate der Haftstrafen gelten bereits als vollstreckt. In das Strafmaß flossen auch Urteile aus einem früheren Drogenprozess gegen die Männer ein.

Bis zu einer Tonne Meth möglich

Offenbar dachten die Angeklagten bis zuletzt nicht ans Aufhören. Die im Labor vorrätigen Grundstoffe hätten zur Produktion von bis zu einer Tonne Methamphetamin gereicht, hieß es nach der Entdeckung. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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