Oslo – In einem viel beachteten Gerichtsverfahren in Norwegen ist Marius Borg Høiby, der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit, zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Das berichteten die norwegischen Zeitungen „Verdens Gang“ und „Aftenposten“ am Montag.
Hintergründe des Urteils
Das Gericht in Oslo sprach Høiby schuldig in einer Reihe von Straftaten. Die genauen Delikte wurden nicht im Detail genannt, aber die Staatsanwaltschaft hatte eine mehrjährige Haftstrafe gefordert. Der 28-Jährige zeigte sich nach der Urteilsverkündung gefasst.
Reaktionen aus dem Königshaus
Das norwegische Königshaus hat sich bislang nicht offiziell zu dem Urteil geäußert. Kronprinzessin Mette-Marit war am Verhandlungstag nicht im Gerichtssaal anwesend. Medienberichten zufolge soll die Familie das Urteil jedoch respektieren.
Marius Borg Høiby ist der Sohn aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin. Er wuchs im königlichen Umfeld auf, führte aber ein eher zurückgezogenes Leben. Der Fall hat in Norwegen für großes Aufsehen gesorgt und die Diskussion über die rechtliche Gleichbehandlung aller Bürger neu entfacht.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Høibys Anwalt kündigte an, die Möglichkeit einer Berufung zu prüfen. Die Staatsanwaltschaft zeigte sich mit dem Strafmaß zufrieden.



