Im Prozess um den Mord an dem achtjährigen Fabian hat ein weiterer Zeuge ausgesagt, dass die Angeklagte bereits einen Tag vor dem offiziellen Fund der Kinderleiche am Fundort gewesen sei. Die Frau, die des Mordes an dem Jungen angeklagt ist, soll ihn am Abend des 13. Oktober 2025 angerufen und gebeten haben, mit ihr zum Tümpel bei Klein Upahl zu fahren.
Zeuge schildert den Vorfall
Der Zeuge berichtete am zwölften Verhandlungstag vor dem Landgericht Rostock: „Dann habe ich den Jungen da halt liegen sehen.“ Es sei zu dem Zeitpunkt dunkel gewesen. Die Angeklagte habe ihn gebeten, den Leichnam anzuleuchten, und dann gesagt, dass es sich um Fabian handele. Bereits in der Vorwoche hatte ein anderer Zeuge ausgesagt, dass er ebenfalls am 13. Oktober mit der Angeklagten an dem Tümpel gewesen war.
Widersprüchliche Angaben der Angeklagten
Die Angeklagte selbst hatte die Polizei erst am 14. Oktober informiert und behauptet, sie habe den Leichnam des Kindes zufällig beim Spazierengehen mit ihrem Hund entdeckt. Die Staatsanwaltschaft geht jedoch davon aus, dass der Junge bereits am 10. Oktober starb. Die 30-jährige Deutsche soll ihn mit sechs Messerstichen getötet und anschließend angezündet haben.
Die Angeklagte, die sich seit dem 7. November 2025 in Untersuchungshaft befindet, schweigt bislang zu den Vorwürfen. Für sie gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess wird fortgesetzt.



