Mordprozess um Fabian aus Güstrow: Gericht korrigiert wichtiges Detail zu Gina H.
Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow hat das Landgericht Rostock ein mögliches Indiz gegen die Angeklagte Gina H. entkräftet. Die Stiefmutter des Jungen muss sich seit Mai 2026 vor Gericht verantworten. Ihr wird vorgeworfen, Fabian am 10. Oktober 2025 mit mehreren Messerstichen getötet und anschließend verbrannt zu haben. Die Leiche des Kindes wurde erst Tage später an einem Tümpel bei Klein Updal im Landkreis Rostock gefunden.
Korrektur eines Details im Prozess
Während der vergangenen Prozesstage hatten sich die Indizien gegen Gina H. verdichtet. Doch nun muss das Landgericht Rostock ein Detail korrigieren. Wie das Online-Portal „t-online“ unter Berufung auf eine Gerichtssprecherin berichtet, war die Angeklagte zuvor beschuldigt worden, vor dem offiziellen Fund der Leiche nach „Vermisste Person Güstrow“ gegoogelt zu haben. Die Sprecherin stellte jedoch klar: „Die Google-Suche nach einer vermissten Person erfolgte tatsächlich erst kurz nachdem sie vom Vater informiert worden war.“ Damit dürfte diese spezielle Suche der Angeklagten nicht mehr zum Vorwurf gemacht werden.
Weitere belastende Indizien aus der Suchmaschinen-Auswertung
Trotz dieser Korrektur gibt es laut „t-online“ weitere Indizien aus der Auswertung der Google-Suche, die gegen Gina H. sprechen. So soll sie während der Suche nach dem Jungen auch nach „Fressen Wildschweine tote Menschen“ gesucht haben. Auch die „Bild“-Zeitung berichtete ausführlich über diese Details.
Hilfsangebote für Betroffene von Gewalt
Für Menschen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, gibt es verschiedene Hilfsangebote. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr unter den Nummern 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 erreichbar. Auch online unter www.telefonseelsorge.de steht eine Beratung zur Verfügung. Das Opfer-Telefon des Weißen Rings ist unter 116 006 erreichbar. In akuten Notfällen kann der Notruf 110 gewählt werden. Frauen erhalten Unterstützung beim bundesweiten Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter 116 016. Das Männerhilfetelefon ist unter 0800 123 99 00 erreichbar.
Fortsetzung des Prozesses
Der Prozess im Fall Fabian wird am kommenden Dienstag, dem 16. Juni, um 9.30 Uhr fortgesetzt. Mehreren Medienberichten zufolge soll ein weiterer Zeuge aussagen, der gemeinsam mit der Angeklagten am Fundort der Leiche gewesen sein soll. Gina H. hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert und schweigt. Ihre Anwälte deuteten jedoch an, dass sie sich im Laufe des Verfahrens möglicherweise noch äußern wird. Es gilt die Unschuldsvermutung.



