Nach Verwechslung bei IVF: Baby darf bei irrtümlichen Eltern bleiben
Nach IVF-Panne: Baby darf bei irrtümlichen Eltern bleiben

Orlando (USA) – Nach einem monatelangen Rechtsstreit steht fest: Tiffany Score und Steven Mills dürfen ihre Tochter Shea behalten, obwohl das Mädchen nach einer Verwechslung in einer Kinderwunschklinik nicht ihr leibliches Kind ist. Ein Richter im US-Bundesstaat Florida genehmigte eine vertrauliche Vereinbarung zwischen den beiden Familien, wie die britische Zeitung „Daily Mail“ berichtet. Die Details der Einigung sind nicht öffentlich, doch aus den Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Score und Mills die dauerhaften Sorgeberechtigten bleiben. Ob die biologischen Eltern Besuchs- oder Mitspracherechte erhalten, wurde nicht bekannt gegeben.

Gentest enthüllte die Wahrheit

Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Nach einer künstlichen Befruchtung brachte Tiffany Score im Dezember 2025 die kleine Shea zur Welt. Doch schon kurz nach der Geburt fiel auf, dass das Baby äußerlich weder der Mutter noch dem Vater ähnelte. Ein Gentest bestätigte den Verdacht: Shea ist genetisch nicht das Kind von Score und Mills.

Leibliche Eltern gefunden

Das Paar verklagte die Kinderwunschklinik in Orlando und machte sich auf die Suche nach den leiblichen Eltern. Im April 2026 wurden diese schließlich gefunden. Wie das US-Magazin „People“ berichtet, einigten sich beide Familien auf eine gemeinsame Sorgerechtslösung. Die Identität der biologischen Eltern bleibt geheim. Score und Mills erklärten, sie hätten eine „moralische Verpflichtung“ verspürt, die leiblichen Eltern zu finden, aber sie wollten Shea nicht verlieren. „Nur eines ist heute genauso sicher wie am Tag der Geburt unserer Tochter: Wir werden dieses Kind lieben und für immer seine Eltern sein“, sagten sie damals.

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Ungewissheit um eigene Embryonen

Die Erleichterung über die Zukunft ihrer Tochter beendet jedoch nicht alle Sorgen. Nach Angaben von „People“ ist weiterhin unklar, was mit den eigenen Embryonen des Paares geschehen ist. Ein Embryo, den die Klinik Score und Mills zugeordnet hatte, wurde inzwischen an eine andere Klinik übergeben. Dort soll geprüft werden, ob er tatsächlich genetisch zu dem Paar gehört. Die Klage gegen das Fertility Center of Orlando läuft unterdessen weiter. Score und Mills werfen der Klinik schwere Fehler bei der künstlichen Befruchtung vor. Die Einrichtung hat ihren Betrieb am 20. Mai eingestellt, wie auf ihrer Website mitgeteilt wurde.

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