Nach dem Angriff auf eine Mitarbeiterin des Jugendamts in Finsterwalde (Elbe-Elster-Kreis) gelten seit heute erhöhte Sicherheitsvorkehrungen in den Außenstellen der Kreisverwaltung. Ein Wachschutz ist während der Sprechzeiten im Einsatz, wie die Kreisverwaltung ankündigte. Zudem müssen Bürger vorab Termine vereinbaren.
Teile der Behörde nehmen Arbeit wieder auf
Die Außenstelle der Kreisverwaltung Elbe-Elster nimmt nach der Attacke am vergangenen Donnerstag den Dienstbetrieb ab heute schrittweise wieder auf. Das Gesundheitsamt sowie das Amt für Bauaufsicht, Umwelt und Denkmalschutz stehen wieder für die Bürger zur Verfügung. Ein Sicherheitsdienst ist laut Kreisverwaltung sowohl in Finsterwalde als auch am Standort Bad Liebenwerda im Einsatz.
Jugendamt weiter geschlossen
Das Jugendamt sowie das Straßenverkehrsamt sind am Standort Finsterwalde aber „aufgrund technischer und organisatorischer Erfordernisse“ bis auf Weiteres nicht erreichbar, wie es hieß. Die Haupteingänge der Gebäude der Außenstelle blieben zudem geschlossen. Zutritt erhalten nur Besucher, die vorab einen Termin vereinbart haben, kündigte der Landkreis an.
Feuer in Büro von Mitarbeiterin entfacht
Eine Mitarbeiterin des Jugendamtes war in Finsterwalde während der Sprechzeit von einem Besucher angegriffen worden. Er legte ein Feuer im Büro der Mitarbeiterin. Bei dem Streit, der eskalierte, soll es um das Thema Kindeswohl gegangen sein. Laut Polizei kamen vier Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Ermittlungsbehörde schweigt zur Motivlage
Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Cottbus äußerte sich auch am Montag nicht zur Motivlage des Mannes. Die Ermittlungen dauern an.



