Polen leitet Ermittlungen nach tödlichem CSD-Anschlag in Berlin ein
Polen ermittelt nach CSD-Anschlag in Berlin

Die polnische Justiz hat nach dem Tod einer 42-jährigen Staatsbürgerin beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin Ermittlungen aufgenommen. Wie die Staatsanwaltschaft Warschau am Montag auf X mitteilte, werde wegen eines Terroranschlags ermittelt. Das Opfer war mit ihrer erwachsenen Tochter zu der Veranstaltung gereist. Die Tochter wurde bei der Attacke verletzt und wird im Krankenhaus behandelt. Ihr Zustand sei stabil und nicht lebensbedrohlich, hieß es aus dem polnischen Außenministerium. Sie sei über den Tod ihrer Mutter informiert worden.

Mutter starb bei Amokfahrt am Rande der CSD-Parade

Der Anschlag ereignete sich am Samstagabend, als ein Auto am Rande der CSD-Großveranstaltung in eine Menschenmenge raste. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen erlitten Verletzungen, einige davon schwer. Die Polizei identifizierte das Todesopfer als polnische Staatsangehörige. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) bestätigte dies und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus. „Wir trauern um eine unschuldige Frau, die bei einem feigen Angriff ihr Leben verlor“, sagte Wegner.

Mutmaßlicher Täter bei Polizeieinsatz getötet

Der mutmaßliche Fahrer des Tatfahrzeugs, der 27-jährige Abdul B., wurde am Sonntagabend bei einem Polizeieinsatz getötet. Die Hintergründe der Tat sind Gegenstand laufender Ermittlungen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Berliner Polizei handelte es sich um einen islamistisch motivierten Anschlag. Die Sicherheitsbehörden in Deutschland und Polen arbeiten bei der Aufklärung eng zusammen.

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Polnische Behörden unterstützen deutsche Ermittlungen

Die Warschauer Staatsanwaltschaft kündigte an, alle verfügbaren Informationen auszutauschen und die deutschen Kollegen zu unterstützen. „Unser Ziel ist es, die genauen Umstände dieses verabscheuungswürdigen Anschlags zu klären“, erklärte ein Sprecher. Polens Außenministerium bestätigte, dass die verletzte Tochter medizinisch versorgt werde und psychologische Betreuung erhalte.

CSD-Veranstaltung nach Anschlag abgebrochen

Der CSD in Berlin, der als eine der größten LGBTQIA+-Demonstrationen Europas gilt, wurde nach dem Vorfall abgebrochen. Die Veranstalter zeigten sich tief erschüttert und riefen zu Zusammenhalt auf. „Dieser Angriff trifft uns alle. Wir lassen uns aber nicht einschüchtern“, hieß es in einer Stellungnahme. Die Berliner Senatsverwaltung kündigte eine Aufstockung der Sicherheitsmaßnahmen bei künftigen Großveranstaltungen an.

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