42-Jähriger stirbt nach Polizeischüssen in Remscheid
Polizeischüsse in Remscheid: 42-Jähriger tot

Bei einem Polizeieinsatz in Remscheid (Nordrhein-Westfalen) ist ein 42-jähriger Mann tödlich verletzt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wuppertal und der Polizei Hagen soll der Mann zunächst zwei Mädchen mit Pfefferspray bedroht und das Spray anschließend in Richtung der eingesetzten Beamten gesprüht haben. Daraufhin sei er geflüchtet.

Polizisten setzten Taser ein – ohne Erfolg

Die Polizisten trafen wenig später erneut auf den 42-Jährigen und versuchten, ihn mit einem Distanz-Elektroimpulsgerät (Taser) zu stoppen. Der Taser verfehlte jedoch sein Ziel. Der Mann warf daraufhin Werkzeug nach den Einsatzkräften. Daraufhin gab ein Beamter einen Schuss ab, der den 42-Jährigen traf. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen starb der Mann noch am Einsatzort.

Ermittlungen aus Neutralitätsgründen

Die Polizei Hagen hat die Ermittlungen zu dem Vorfall übernommen, um Neutralität zu gewährleisten. Die genauen Umstände des Schusswaffengebrauchs werden derzeit untersucht. Es ist der zweite tödliche Polizeischuss in Nordrhein-Westfalen innerhalb kurzer Zeit. Erst Ende Juni war ein 41-Jähriger in Krefeld nach Polizeischüssen gestorben, und in Mönchengladbach wurde eine 18-Jährige an einer Tankstelle von der Polizei angeschossen.

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Bundesweite Entwicklung: Weniger Todesfälle durch Polizeischüsse 2025

Laut einer Auflistung der Zeitschrift „Bürgerrechte & Polizei/Cilip“ des Instituts für Bürgerrechte und öffentliche Sicherheit an der Berliner Humboldt-Universität haben Polizeibeamte im Jahr 2025 bundesweit 17 Menschen durch Schüsse im Einsatz getötet. Das sind weniger als im Vorjahr, als mehr als 20 Todesfälle registriert wurden. Dennoch liegt die Zahl weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Statistik zeigt eine steigende Gewalt von und gegen Polizisten, wobei die Ursachen vielschichtig sind.

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