Ein Berliner Polizist muss sich wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung einer Kollegin vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den 29-Jährigen Anklage erhoben, wie ein Behördensprecher mitteilte. Der Vorfall ereignete sich während eines Betriebsausflugs der Polizei.
Vorfall bei Floßfahrt in Berlin-Spandau
Laut den Ermittlungen soll der Beamte am 20. August 2025 bei einer Floßfahrt in Berlin-Spandau einer Kollegin unangemessen an die Brüste und das Gesäß gefasst haben. Dabei sei ihm bewusst gewesen, dass die Frau diese Handlungen nicht wünschte und als unangenehm empfand. Ein weiterer Kollege soll eingeschritten sein und den 29-Jährigen ermahnt haben, sich hinzusetzen. Daraufhin habe der angetrunkene Polizist mit einer sexistischen Beleidigung reagiert.
Rechtliche Schritte und Ausblick
Ob und wann es zu einem Prozess vor dem Amtsgericht Tiergarten kommt, ist derzeit noch offen. Die Staatsanwaltschaft prüft den Fall. Der Polizist sieht sich nun mit ernsten Vorwürfen konfrontiert, die nicht nur strafrechtliche, sondern auch dienstrechtliche Konsequenzen haben könnten. Die Berliner Polizei hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Fall geäußert.
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist ein ernstes Thema, das in den letzten Jahren vermehrt Aufmerksamkeit erhält. Dieser Fall zeigt, dass auch innerhalb von Behörden und unter Kollegen Grenzen überschritten werden können. Die Justiz wird nun prüfen, ob die Vorwürfe ausreichend sind, um eine Verurteilung zu erreichen.



