Riedel-Evers-Weg: Ehre für verstorbene Feuerwehrleute in Neukölln
Riedel-Evers-Weg: Ehre für Feuerwehrleute in Neukölln

35 Jahre ist es her, dass die Berliner Feuerwehrleute Klaus-Dieter Riedel und Frank Evers bei einem Lagerhallenbrand in Neukölln ums Leben kamen. Nun wird unweit der Unfallstelle ein Weg nach den beiden benannt. Das Braunschweiger Ufer in Britz heißt künftig Riedel-Evers-Weg. Am 18. Juni findet anlässlich der Umbenennung eine feierliche Gedenkstunde statt, an der unter anderem Landesbranddirektor Karsten Homrighausen und Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) teilnehmen.

Der tragische Einsatz am 18. März 1991

Am 18. März 1991 ging nachts um 1.07 Uhr ein Alarm bei der Feuerwehr ein: Eine Lagerhalle in der Gradestraße brannte, auch der Dachstuhl hatte Feuer gefangen. Gegen vier Uhr morgens war das Feuer zunächst unter Kontrolle, brach aber gegen 6.30 Uhr erneut aus. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand mit Drehleitern. Gegen 7 Uhr brach die Lagerhalle dann offenbar unvermittelt ein: Eine Außenwand krachte auf die Drehleiter, in deren Korb sich die beiden Feuerwehrleute Riedel und Evers befanden. Beide stürzten dadurch rund 16 Meter auf den Boden und erlitten tödliche Verletzungen. Riedel, damals 54 Jahre alt, war Hauptbrandmeister und seit 1960 bei der Berliner Feuerwehr. Brandmeister Frank Evers wurde 27 Jahre alt. Beide arbeiteten in der Feuerwache Wilmersdorf.

Letzte tödlich verunglückte Einsatzkräfte im Dienst

Die beiden verstorbenen Feuerwehrleute sind bis heute die letzten beiden im Dienst tödlich verunglückten Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr. In einem Beitrag über das Unglück im Feuerwehrmagazin schrieb Homrighausen über die beiden einmal: „Sie waren im Dienst für Berlin und die Sicherheit in unserer Stadt. Und sie haben ihr Leben riskiert. So, wie es auch heutzutage alle Einsatzkräfte der Berliner Feuerwehr tun.“

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Einweihung mit Gedenkminute und Trompetensolo

Der neu nach den beiden getöteten Feuerwehrleuten benannte Weg führt durch eine Grünfläche südlich des Teltowkanals, zwischen Britzer und Wilhelm-Borgmann-Brücke. Gegenüber befindet sich das Treseburger Ufer. Bei der Einweihung am 18. Juni ab 10 Uhr soll mit einer Gedenkminute und einem Trompetensolo an die Riedel und Evers erinnert werden.

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