Schüsse in Jugendhilfeeinrichtung: Fünf Tote in Stade – Zwei Festnahmen
Schüsse in Jugendhilfeeinrichtung: Fünf Tote in Stade

Bei einem Gewaltverbrechen in einer Jugendhilfeeinrichtung im niedersächsischen Stade sind fünf Erwachsene getötet worden. Die Polizei nahm zwei Verdächtige fest, darunter den mutmaßlichen Schützen. „Es gibt mehrere Menschen, die zum Teil schwer verletzt wurden“, sagte eine Polizeisprecherin der dpa. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steige.

Tatort: Jugendhilfeeinrichtung mit Mutter-Kind-Wohngruppen

Zu dem Tötungsdelikt kam es nach Polizeiangaben in einer Jugendhilfeeinrichtung, in der Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht sind. Nähere Angaben zur Identität der Toten und der Tatverdächtigen machten die Ermittler zunächst nicht. Offen ist auch, welche Rolle die zweite festgenommene Person bei der Tat gespielt haben soll.

Kein Zusammenhang mit Clankriminalität

Die Hintergründe des Gewaltverbrechens in der Stadt westlich von Hamburg sind zunächst völlig unklar. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler gibt es keinen Zusammenhang zur sogenannten Clankriminalität. Die Polizei betonte, dass aktuell keine weitere Gefahr für die Bevölkerung bestehe.

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Großaufgebot von Polizei und Rettungskräften

Polizei und Rettungskräfte sind mit einem Großaufgebot im Einsatz. Sie riefen Menschen auf, den betroffenen Bereich weiträumig zu verlassen und den Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen. Auf Bildern von der Umgebung des Tatortes waren zahlreiche Einsatzfahrzeuge und Rettungskräfte zu sehen, darunter auch Kriminaltechniker in weißen Overalls.

Keine Gefahr für Kita und Grundschule

Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für eine Kindertagesstätte und eine Grundschule in der Nähe der Jugendhilfeeinrichtung habe keine Gefahr bestanden. Die Stadt habe nach den ersten Meldungen umgehend Kontakt zu den Einrichtungen gesucht. Die Kita-Kinder seien zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude gewesen. Eltern konnten ihre Schulkinder inzwischen abholen.

Die Stadt kündigte eine Stellungnahme zu der Gewalttat für den Lauf des Nachmittags an. Stade hat knapp 48.700 Einwohner und gehört zur Metropolregion Hamburg. Die Hansestadt liegt rund 40 Kilometer von Hamburg entfernt und ist als westliches Tor zum Alten Land bekannt, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands.

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