Nach Schüssen auf ein Wohnhaus in Berlin-Kreuzberg haben Polizisten den letzten Verdächtigen gefasst. Fahnder des Landeskriminalamtes (LKA) spürten den 23-Jährigen am Montag in einem Hotel in Neukölln auf, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Damit sei der letzte Verdächtige in dem Fall festgenommen.
Die Schüsse auf das Haus hatten sich am 13. Februar ereignet. Zu den konkreten Hintergründen wird nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft noch ermittelt. Die Behörde hat ein Verfahren wegen versuchten Mordes eingeleitet.
Mutmaßlicher Auftraggeber bereits in U-Haft
Der mutmaßliche Auftraggeber der Schüsse, ein 34-Jähriger, wurde bereits am 10. Juli gefasst. Er sitzt in Untersuchungshaft. Zwei mutmaßliche Komplizen im Alter von 24 und 25 Jahren befinden sich wegen einer anderen Tat in Untersuchungshaft. Ferner wird gegen zwei weitere Männer im Alter von 24 und 33 Jahren ermittelt.
Sondereinheit „Ferrum“ ermittelt
Die Ermittlungen laufen bei der Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) beim LKA, die im Herbst 2025 nach einer deutlichen Zunahme von Schusswaffenkriminalität gegründet wurde. Die Staatsanwaltschaft zog mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) nach. Beide Gruppen arbeiten eng zusammen und gingen in den vergangenen Wochen verstärkt gegen organisierte Kriminalität vor.



