Die Bundesregierung aus Union und SPD kann sich trotz angekündigter Reformvorhaben nicht aus dem anhaltenden Umfragetief befreien. Laut dem aktuellen „Trendbarometer“ von RTL/ntv sind 82 Prozent der Bundesbürger unzufrieden mit der bisherigen Arbeit der Koalition. Nur 18 Prozent zeigen sich zufrieden.
Kanzler und Vizekanzler mit schlechten Werten
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schneidet noch schlechter ab: 85 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit unzufrieden, lediglich 14 Prozent sind zufrieden. Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) kommt etwas besser weg – 18 Prozent Zufriedenheit stehen 74 Prozent Unzufriedenheit gegenüber.
Auch die Anhänger der Koalitionspartner sind mehrheitlich unzufrieden: Bei CDU/CSU sind 54 Prozent unzufrieden, 46 Prozent zufrieden. Bei der SPD sind sogar 72 Prozent unzufrieden, nur 28 Prozent zufrieden. Grundlage sind repräsentative Forsa-Befragungen im Auftrag von RTL Deutschland.
Reformbemühungen der Koalition
Die schwarz-rote Koalition arbeitet an mehreren Reformen, um aus dem Umfragetief zu kommen. Am Freitag brachte sie ein Spargesetz für die gesetzlichen Krankenkassen und das Gebäudemodernisierungsgesetz mit neuen Heizregeln durch Bundestag und Bundesrat. Zudem sollen die Empfehlungen der Rentenkommission vollständig umgesetzt werden. Union und SPD haben sich auch auf ein Reformpaket mit steuerlichen Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen ab 2027 sowie Maßnahmen zu Arbeit und Entbürokratisierung verständigt.



