Der neue Generalsekretär der Berliner CDU, Lukas Krieger, hat klare Vorstellungen von seiner Rolle. Der 38-jährige Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete sagte: „Wir müssen deutlich mehr machen, als nur das Bild von Kai Wegner auszutauschen.“ Damit stellt er sich hinter eine inhaltliche Neupositionierung der Partei, die über einen Personalwechsel hinausgeht.
Krieger: Vom Bundestagswahlkampf zur Landesebene
Krieger, der im Winterwahlkampf 2025 noch für ein eigenes Bundestagsmandat kämpfte, soll nun den Wahlkampf von Stefan Evers organisieren. Evers ist Spitzenkandidat der Berliner CDU für die Abgeordnetenhauswahl 2026. Der neue Generalsekretär betonte die Notwendigkeit, die Partei breiter aufzustellen und neue Wählergruppen anzusprechen.
Netzwerker mit Ambitionen
Mit 38 Jahren gilt Krieger als gut vernetzt und ambitioniert. Er ist Vorsitzender des mächtigen Kreisverbandes Berlin-Mitte und bringt Erfahrung aus der Bundespolitik mit. Seine Wahl zum Generalsekretär erfolgte auf einem Landesparteitag, bei dem er mit großer Mehrheit bestätigt wurde. „Ich freue mich auf die Aufgabe und die Zusammenarbeit mit Stefan Evers“, so Krieger.
Herausforderungen für die Berliner CDU
Die Berliner CDU steht vor der Herausforderung, nach dem Rückzug von Kai Wegner ein neues Profil zu gewinnen. Wegner hatte im Frühjahr 2026 seinen Rücktritt als Landesvorsitzender erklärt. Krieger will nun inhaltliche Akzente setzen, insbesondere in den Bereichen Innere Sicherheit, Bildung und Wirtschaft. „Wir müssen die Menschen in Berlin mit konkreten Lösungen überzeugen, nicht nur mit Personaldebatten“, sagte er.
Der neue Generalsekretär kündigte an, den Wahlkampf modern und bürgernah zu gestalten. Dazu gehöre auch eine verstärkte Präsenz in sozialen Medien und direkter Dialog mit den Bürgern. „Wir werden in jeden Bezirk gehen und zuhören, was die Menschen bewegt.“



