Neun Monate vor der Landtagswahl in Schleswig-Holstein am 18. April 2027 zeigt eine neue Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der „Bild“-Zeitung deutliche Verschiebungen. Die regierende CDU von Ministerpräsident Daniel Günther kommt demnach nur noch auf 27 Prozent der Stimmen – ein Minus von zwölf Prozentpunkten im Vergleich zu einer Insa-Umfrage von Anfang 2025.
AfD und Grüne legen zu
Die AfD, die bei der Landtagswahl 2022 noch an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war, erreicht in der aktuellen Erhebung 18 Prozent und wäre damit zweitstärkste Kraft. Das entspricht einem Plus von vier Prozentpunkten. Für die Grünen, Koalitionspartner der CDU, ergibt die Umfrage ebenfalls 17 Prozent (plus vier), womit sie hinter der AfD auf Rang drei landen.
SPD und FDP verlieren, Linke und SSW stabil
Die SPD fällt auf 15 Prozent (minus eins), die FDP auf 6 Prozent (plus zwei). Die Linke legt deutlich zu und erreicht 7 Prozent (plus fünf). Der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) bleibt unverändert bei 6 Prozent. Laut Insa würde eine Koalition aus CDU und Grünen mit zusammen 44 Prozent eine hauchdünne Mehrheit verfehlen, während ein Bündnis aus CDU und SPD auf 42 Prozent käme.
Vergleich mit früheren Umfragen
Beim jüngst im April veröffentlichten Schleswig-Holstein-Trend von Infratest dimap im Auftrag des NDR erreichte die CDU noch 33 Prozent, die Grünen 19 Prozent und die AfD 15 Prozent. Bei der Landtagswahl 2022 hatte die CDU mit 43,4 Prozent die absolute Mehrheit nur um ein Mandat verpasst. Die aktuelle Insa-Umfrage zeigt einen klaren Abwärtstrend für die Regierungspartei.
Hinweise zu Umfragen
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen erschweren den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Die Umfrage spiegelt nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und ist keine Prognose auf den Wahlausgang.



