Ein perfider Plan, ausgelöst durch 1700 Euro Mietschulden, steht im Mittelpunkt eines spektakulären Prozesses. Eine 52-jährige Mieterin soll ihre 68-jährige Vermieterin mit einer Vase niedergeschlagen und anschließend mit einem Messer attackiert haben. Als Lockvogel diente der Kater Blacky, dessen angebliche Not die Vermieterin in die Wohnung der Angeklagten lockte. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau versuchten Mord vor.
Die Rolle des Sohnes: WhatsApp-Nachrichten als Beweis
Die Ermittler fanden auf dem Handy des 28-jährigen Sohnes der Angeklagten belastende WhatsApp-Nachrichten. In einer davon heißt es: „Mach sie platt, Messer liegt auf dem Tisch …“ Der Sohn soll seine Mutter demnach direkt zur Tat angestiftet haben. Ursprünglich schwiegen beide, doch plötzlich sagte der Sohn gegen seine eigene Mutter aus – unter Druck der Beweise.
Der Lockvogel Kater Blacky
Die Vermieterin hatte die Mieterin mehrfach wegen der ausstehenden Miete gemahnt. Am Tattag klingelte die Angeklagte bei der Vermieterin und gab vor, dass ihr Kater Blacky sich in der gemeinsamen Wohnung verletzt habe. Als die Vermieterin arglos die Tür öffnete, schlug die Mieterin sofort zu.
Prozess und Aussagen
Vor dem Landgericht erklärte der Sohn, seine Mutter habe ihn unter Druck gesetzt. Er räumte ein, die Nachrichten geschrieben zu haben, bestritt aber die Absicht eines Mordes. Die Verteidigung der Mutter argumentiert, es sei nur eine spontane Auseinandersetzung gewesen. Das Urteil wird in den kommenden Wochen erwartet.



