Das Landgericht Potsdam hat einen 53-jährigen Mann wegen Totschlags zu einer Freiheitsstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten verurteilt. Das teilte eine Gerichtssprecherin auf Anfrage mit. Der Angeklagte hatte seine Partnerin an Weihnachten 2025 in Ludwigsfelde getötet, indem er sie in ihrer Wohnung massiv mit Tritten und Schlägen traktierte. Die Frau erlag noch am Tatort ihren schweren Verletzungen.
Staatsanwaltschaft forderte lebenslange Haft
Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrem Plädoyer eine Verurteilung zu lebenslanger Freiheitsstrafe wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall beantragt. Die Verteidigung plädierte hingegen auf eine Haftstrafe von acht Jahren. Das Gericht folgte mit seinem Urteil keiner der beiden Forderungen, sondern verhängte eine Haftstrafe von zwölf Jahren und neun Monaten.
Tat unter Alkoholeinfluss
Nach Angaben des Gerichts war der Verurteilte zum Tatzeitpunkt betrunken. Die Polizei, die später alarmiert wurde, fand die Leiche der Frau nackt neben dem geschmückten Weihnachtsbaum liegend. Der Fall hatte in der Region für Aufsehen gesorgt, da die Tat am Heiligabend stattfand. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; die Möglichkeit einer Revision besteht.



