KI-generiertes Kobra-Foto löst Großeinsatz in Halstenbek aus
Kobra-Fake löst Feuerwehr-Großeinsatz aus

Ein KI-generiertes Foto einer Kobra hat am Donnerstag einen Großeinsatz der Feuerwehr im Kreis Pinneberg ausgelöst. In Halstenbek suchten rund 40 Einsatzkräfte stundenlang vergeblich nach der vermeintlichen Schlange. Wie die Feuerwehr mitteilte, hatte ein Mitarbeiter einer Baumschule die angebliche Sichtung gemeldet und ein Foto vorgelegt. Ein Schlangenexperte der Feuerwehr konnte anhand des Bildes eine Kobra nicht ausschließen, woraufhin ein Großeinsatz ausgelöst wurde.

Drohnen und NINA-Warnung im Einsatz

Die Feuerwehr durchkämmte das Gelände großflächig, unterstützt von Drohnen, die das Tier aus sicherer Entfernung aufspüren sollten. Für die Bevölkerung wurde vorsorglich eine Warnung über die NINA-App herausgegeben, das betroffene Gebiet zu meiden. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden, blieb jedoch ohne Erfolg.

Wie sich später herausstellte, handelte es sich bei dem Foto um eine KI-generierte Fälschung. Ein Sohn, der ebenfalls in der Baumschule arbeitet, wollte seinen Vater mit dem Bild erschrecken. Der Vater nahm die Aufnahme jedoch ernst und alarmierte die Feuerwehr. Erst Stunden nach Beginn des Einsatzes gestand der Mitarbeiter seine Tat.

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Verärgerung über unnötigen Einsatz

Der stellvertretende Wehrführer Esfandiar Rastar zeigte sich erleichtert, dass es sich um ein Fake-Foto handelte, betonte aber: „Trotzdem hätten sich die Feuerwehr und andere Einsatzkräfte ihre Arbeit sparen können. Außerdem habe der Mitarbeiter erst Stunden nach dem Einsatzbeginn sein Vorgehen gestanden. Davon sind wir alle mehr als verärgert.“

Die Kosten des Einsatzes sind noch unklar. Wer für diese aufkommt, wird derzeit geprüft. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren von KI-generierten Inhalten, die zu realen Konsequenzen führen können.

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