Vater von getötetem Fabian stellt sich hinter angeklagte Gina H.
Vater von getötetem Fabian stellt sich hinter Gina H.

Der Vater des getöteten achtjährigen Fabian hat sich erstmals ausführlich zu dem Fall geäußert. In einem langen Statement, das BILDplus vorliegt, stellt sich Matthias R. demonstrativ an die Seite der angeklagten Gina H. und greift die Ermittlungsbehörden scharf an.

„Mein Sohn hat sie geliebt“

Matthias R. betont: „Mein Sohn Fabian hat Gina genauso geliebt wie seine Mutter.“ Er widerspricht damit der Darstellung der Staatsanwaltschaft, die Gina H. vorwirft, für den Tod des Jungen verantwortlich zu sein. Der Vater zweifelt an der Arbeit der Ermittler und spricht von „gravierenden Fehlern“ im Verfahren.

Vorwürfe gegen Ermittler

Konkret kritisiert Matthias R., dass Beweise nicht korrekt gesichert worden seien und Zeugenaussagen widersprüchlich seien. „Ich habe das Gefühl, dass hier jemand schnell verurteilt werden soll, ohne alle Fakten zu prüfen“, so der Vater. Er fordert eine Wiederaufnahme der Ermittlungen und eine neue Verhandlung.

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Plötzlicher Sinneswandel

Überraschend kündigt Matthias R. an, künftig wieder im Gerichtssaal sitzen zu wollen. Zuvor hatte er sich aus dem Verfahren zurückgezogen. „Ich will für meinen Sohn kämpfen und sicherstellen, dass die Wahrheit ans Licht kommt“, erklärte er. Die nächste Verhandlung ist für Juli angesetzt.

Reaktionen der Prozessbeteiligten

Die Verteidigung von Gina H. begrüßt die Aussagen des Vaters. „Das zeigt, dass nicht alle Angehörigen blind der Anklage folgen“, so Anwalt Dr. Klaus Meier. Die Staatsanwaltschaft wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Der Fall sorgt weiterhin für große mediale Aufmerksamkeit.

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