Trump droht Ölkonzernen mit „großen Problemen“ wegen Benzinpreisen
Trump droht Ölkonzernen mit „großen Problemen“

Trump fordert sofortige Preissenkungen an den Zapfsäulen

US-Präsident Donald Trump hat die Ölkonzerne und Tankstellenbetreiber in den USA aufgefordert, die Benzinpreise umgehend zu senken. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: „Verkäufer von Benzin müssen SOFORT ihre Preise senken.“ Er drohte mit „großen Problemen“, falls die Preise nicht fielen, und nannte einen Zielpreis von 2,50 Dollar pro Gallone (etwa 3,8 Liter). Der durchschnittliche Preis für reguläres Benzin liegt derzeit bei knapp unter vier Dollar pro Gallone – deutlich über Trumps Vorstellung.

Hintergrund: Irankrieg treibt Spritkosten in die Höhe

Die horrenden Kosten an den Zapfsäulen sind für Trump und seine Partei ein erhebliches innenpolitisches Problem. Hauptursache ist der von Trump und Israel angezettelte Irankrieg, der die Ölpreise in die Höhe schnellen ließ. Die Sperrung der Straße von Hormus – durch die zu Friedenszeiten riesige Ölmengen transportiert werden – führte zu einer Ölpreiskrise. Der Rohölpreis hat sich seit Beginn des Konflikts teils mehr als verdoppelt. Zwar gibt es inzwischen eine brüchige Vereinbarung zwischen den Kriegsparteien, und die Öltransporte über die Meerenge laufen wieder. An den US-Tankstellen macht sich dies jedoch noch nicht deutlich bemerkbar.

Ungewöhnlicher Eingriff des Präsidenten

Dass ein US-Präsident versucht, den Ölkonzernen einen Preis vorzugeben, ist höchst ungewöhnlich. Trump drohte: „Es wird keine Preisabzocke geben, das ist komplett illegal. Wenn Verkäufer das machen, wird es große Probleme geben.“ Derzeit liegt der Landesdurchschnitt für reguläres Benzin bei knapp unter vier Dollar pro Gallone. Das ist zwar niedriger als zur Hochzeit des Konflikts, aber weit von Trumps Preisvorstellungen entfernt.

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Politische Folgen: Midterms gefährden Trump-Mehrheit

Die hohen Benzinpreise könnten Trump und seine Partei bei den anstehenden Midtermwahlen im November teuer zu stehen kommen. Bei diesen „Zwischenwahlen“ werden alle Abgeordneten des Repräsentantenhauses sowie ein Drittel der Senatsmitglieder neu gewählt. Trumps Republikaner fürchten, die Mehrheit im Unterhaus zu verlieren. US-Verbraucher reagieren traditionell empfindlich auf steigende Spritkosten. Bereits im Vorfeld der vergangenen Präsidentschaftswahlen hatte der damalige US-Präsident Joe Biden die Ukraine gebeten, Angriffe auf russische Ölinfrastruktur zu unterlassen, um die Benzinpreise niedrig zu halten.

Auswirkungen auf die US-Wirtschaft

Die Inflation in den USA ist durch den Irankrieg auf 3,8 Prozent gestiegen – ein Dreijahreshoch. Die strategische Ölreserve der USA fiel auf den tiefsten Stand seit 40 Jahren. Explodierende Lebenshaltungskosten belasten die Verbraucher. Trump muss nun den sogenannten Walmart-Indikator fürchten, der die Kaufkraft der Amerikaner widerspiegelt. Die Forderung nach niedrigeren Benzinpreisen ist ein Versuch, die wirtschaftlichen Folgen des Krieges für die Bevölkerung abzumildern.

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