Baby-Entführung in Lüdenscheid: Eltern des Säuglings brechen ihr Schweigen
Baby-Entführung: Eltern des Säuglings sprechen über den Schock

Die Polizei hat die mutmaßliche Entführerin eines Säuglings gefasst. Die 18-jährige Tatverdächtige soll das Baby am Samstag aus einer Klinik in Lüdenscheid entführt haben. Nun brechen die Eltern des Kindes ihr Schweigen und berichten von dem Schock und der Angst, die sie in den Stunden der Ungewissheit durchlebt haben.

Festnahme nach aufwendiger Fahndung

Die mutmaßliche Entführerin wurde nach einer großangelegten Fahndung von der Polizei gestellt. Die junge Frau, die aus dem Umfeld der Familie stammen soll, hatte das Neugeborene aus dem Krankenzimmer der Mutter entwendet. Die Eltern, die namentlich nicht genannt werden möchten, zeigten sich erleichtert über die schnelle Aufklärung der Tat.

„Es war der schlimmste Moment unseres Lebens. Wir haben jede Sekunde gezittert und gebetet, dass unser Kind wohlbehalten zurückkommt“, sagte der Vater des Säuglings in einem ersten Interview. Die Mutter ergänzte: „Ich konnte nicht atmen, als ich merkte, dass mein Baby nicht mehr da war. Die Polizei hat großartige Arbeit geleistet.“

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Hintergründe der Tat

Nach Angaben der Ermittler soll die 18-Jährige die Gelegenheit genutzt haben, als die Mutter kurz den Raum verließ. Sie habe das Baby an sich genommen und sei unerkannt aus der Klinik gelangt. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung ein, die schließlich zur Festnahme in einer Wohnung in der Nähe führte. Das Kind wurde unverletzt geborgen und medizinisch versorgt.

Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehl gegen die Tatverdächtige erlassen. Ihr wird Kindesentziehung und Freiheitsberaubung vorgeworfen. Die Ermittlungen zu ihren Motiven dauern an. Erste Hinweise deuten auf eine psychische Ausnahmesituation hin.

Eltern danken Helfern

Die Eltern des Säuglings bedankten sich bei den Einsatzkräften und der Öffentlichkeit für die Unterstützung. „Ohne die schnelle Reaktion der Polizei und die Hinweise aus der Bevölkerung hätten wir unser Baby vielleicht nie wieder gesehen“, so der Vater. Die Familie bittet nun um Ruhe, um das Erlebte zu verarbeiten.

Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. In den sozialen Medien wurde die Suche nach dem Baby von vielen Nutzern geteilt. Die Klinik in Lüdenscheid kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen zu überprüfen, um solche Vorfälle künftig zu verhindern.

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