Berlin könnte bei der Unterbringung von geflüchteten Menschen deutlich billiger sein. Trotz sinkender Zuzugszahlen bringt die Hauptstadt viele Menschen weiterhin teuer in Notunterkünften und Hotels unter. Das müsste nach Ansicht von Experten nicht so sein.
Hohe Kosten trotz weniger Zuzug
Laut einem Bericht des Chefreporters für Landespolitik, Joachim Fahrun, vom 13. Juli 2026, gibt Berlin nach wie vor immense Summen für die Unterbringung von Asylsuchenden und Bürgerkriegsflüchtlingen aus. Dabei sei die Zahl der Neuankömmlinge in den vergangenen Monaten deutlich zurückgegangen. Dennoch setzt der Senat weiterhin auf teure Notunterkünfte und Hotels, anstatt auf kostengünstigere Alternativen wie Gemeinschaftsunterkünfte oder dezentrale Wohnungen zu setzen.
„Ein Haufen Geld“ – so beschreibt Fahrun die Ausgaben, die vermeidbar wären. Die Stadt könnte nach Einschätzung von Fachleuten Millionenbeträge einsparen, wenn sie die Unterbringungsstrategie ändern würde. Statt auf teure Übergangslösungen zu setzen, wäre eine langfristige Planung mit preiswerteren Unterkünften möglich.
Kritik an aktueller Politik
Kritiker werfen dem Berliner Senat vor, zu wenig auf Effizienz zu achten. Die Belegung von Hotels und Notunterkünften sei nicht nur teuer, sondern auch oft unzumutbar für die Bewohner. Eine Umstellung auf reguläre Wohnungen oder modulare Bauten könnte sowohl die Kosten senken als auch die Integration verbessern.
Nach Angaben des Berichts sind die sinkenden Zuzugszahlen kein Grund, die Ausgaben zu reduzieren, da die bestehenden Verträge mit Hotels und Betreibern oft langfristig laufen. Die Stadt müsse daher aktiv nach günstigeren Lösungen suchen, um den Steuerzahler zu entlasten.
Der Artikel endet mit der Forderung, dass Berlin endlich umsteuern müsse, um die finanziellen Mittel effizienter einzusetzen. Die Diskussion über die Flüchtlingspolitik in der Hauptstadt dürfte damit neu entfacht werden.



