Ein schwerer Vorfall erschüttert die Flugbranche: Ein 29-jähriger Passagier soll auf einem Flug von der Türkei nach Düsseldorf eine Stewardess ins Gesicht geschlagen haben, weil er sich weigerte, neben einer Frau zu sitzen. Der Mann berief sich dabei auf die Scharia. Die Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf nahm noch am selben Tag eine Anzeige wegen Körperverletzung auf.
Vorfall am 1. Juni an Bord einer Turkish-Maschine
Nach Informationen der BILD-Zeitung ereignete sich der Vorfall bereits am 1. Juni gegen 6 Uhr morgens an Bord eines Flugzeugs der Turkish Airlines. Die Maschine war aus der Türkei kommend in Düsseldorf gelandet. Die Bundespolizei wurde zum Flugzeug gerufen, um die Anzeige aufzunehmen. Der beschuldigte Passagier ist ein 29-jähriger Deutscher aus dem Ruhrgebiet, offenbar mit türkischem Migrationshintergrund. Er soll die Tat gegenüber den Beamten gestanden haben.
Mann beruft sich auf Scharia
Ein Polizeisprecher erklärte auf BILD-Anfrage: „Laut ersten Zeugenaussagen habe der Mann sich auf die Scharia berufen und lehnte es ab, neben einer Frau zu sitzen.“ Als die Flugbegleiterin ihn darauf ansprach, ohrfeigte er sie. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Die Strafanzeige wurde von der Bundespolizei an die Polizei Düsseldorf abgegeben, die nun die weiteren Ermittlungen führt.
Ermittlungen laufen
Die Polizei Düsseldorf bestätigte den Vorgang und ermittelt nun wegen Körperverletzung. Der Vorfall wirft Fragen nach den Sicherheitsstandards an Bord und dem Umgang mit religiös motivierten Konflikten auf. Die Fluggesellschaft Turkish Airlines äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall. Der Passagier muss mit einer Strafanzeige und möglichen zivilrechtlichen Konsequenzen rechnen.



