Seit Jahren müssen Anwohner des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg mit Drogen und Gewalt vor der Tür leben. Ein Teil von ihnen befürwortet den umstrittenen Zaun. Hier schildern sie ihre Not.
Die tägliche Belastung der Anwohner
Renate Ullman weiß genau, wann das Drogentaxi vorfährt. Die Anwohnerin des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg beobachtet die Szenerie seit mehr als zehn Jahren von ihrem Fenster aus. Die zweite Etage bietet besten Ausblick auf Drogendealer, die sich an den Parkausgängen sammeln. „Vor dem Schlafzimmer meiner Tochter wird Crack geraucht“, klagt sie. Die Situation sei unerträglich geworden.
Die Forderung nach einem Zaun
Ein Teil der Anwohner befürwortet den umstrittenen Zaun, der den Park nachts verschließen soll. Sie hoffen, dass dies die Drogenkriminalität eindämmt und die Sicherheit erhöht. Andere lehnen den Zaun ab, da sie ihn als Symbol der Ausgrenzung sehen. Die Debatte spaltet die Nachbarschaft.
Die Anwohner fordern von der Politik konkrete Maßnahmen, um die Situation zu verbessern. Dazu gehören mehr Polizeipräsenz, Sozialarbeit und ein konsequentes Vorgehen gegen Dealer. Doch bisher fehlt es an einer nachhaltigen Lösung.



