Neue Prozessionsspinner-Art in Berlin: Noch gefährlicher als bisherige
Neue Prozessionsspinner-Art in Berlin: Noch gefährlicher

Christian Schöpp, ein erfahrener Baumpfleger aus Berlin, schlägt Alarm: Eine neue Art des Prozessionsspinners ist in der Hauptstadt auf dem Vormarsch und gilt als noch gefährlicher als der bekannte Eichenprozessionsspinner. Die Raupen dieser Art verursachen nicht nur stärkere allergische Reaktionen, sondern sind auch aggressiver in ihrem Verhalten.

Bisherige Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner

Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) sorgt bereits seit Jahren in Berliner Bezirken für erhebliche Probleme. Die Brennhaare der Raupen können bei Kontakt mit der Haut starke Juckreize, Entzündungen und sogar Atemwegsbeschwerden auslösen. Besonders betroffen sind Anwohner in der Nähe von Eichenbeständen sowie professionelle Baumpfleger, die bei der Beseitigung der Nester oft gefährlichen Situationen ausgesetzt sind.

Die neue Art: Noch aggressiver und gefährlicher

Die neu identifizierte Art, die sich in Berlin ausbreitet, zeigt ein noch aggressiveres Verhalten. Laut Christian Schöpp sind die Raupen dieser Art nicht nur giftiger, sondern auch mobiler. „Die neue Art ist noch gefährlicher, weil ihre Brennhaare ein stärkeres Toxin enthalten und die Raupen sich schneller ausbreiten“, erklärt der Baumpfleger. Erste Funde wurden in den Bezirken Treptow-Köpenick und Marzahn-Hellersdorf gemeldet. Die genaue wissenschaftliche Bezeichnung der Art steht noch aus, doch Experten vermuten eine Einschleppung aus südeuropäischen Ländern.

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Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt

Die gesundheitlichen Risiken sind erheblich. Während der Eichenprozessionsspinner bereits zu starken Hautreizungen und allergischen Reaktionen führen kann, verursacht die neue Art laut Schöpp noch intensivere Symptome. „Wir haben Fälle von Anwohnern, die nach Kontakt mit den Raupen der neuen Art tagelang unter Atemnot und Fieber litten“, so Schöpp. Auch Haustiere sind gefährdet: Hunde, die die Raupen ablecken, können schwere Vergiftungen erleiden. Die Bekämpfung gestaltet sich schwieriger, da die Nester oft in höheren Baumregionen liegen und die Raupen resistenter gegen herkömmliche Mittel sind.

Maßnahmen und Vorsorge

Die Berliner Bezirke haben bereits mit verstärkten Kontrollen und Bekämpfungsmaßnahmen reagiert. Baumpfleger wie Christian Schöpp sind im Dauereinsatz, um die Nester zu entfernen. „Wir arbeiten mit speziellen Schutzanzügen und Atemmasken, aber die Gefahr bleibt hoch“, betont er. Anwohner werden gebeten, gemeldete Nester nicht selbst zu entfernen, sondern die zuständigen Behörden zu informieren. In besonders betroffenen Gebieten sind zeitweise Sperrungen von Grünanlagen möglich. Die Senatsverwaltung für Umwelt prüft derzeit den Einsatz biologischer Bekämpfungsmittel, um die Ausbreitung einzudämmen.

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