SEK-Einsatz in Berlin: Drogendealer verschanzt sich in Wohnung
SEK-Einsatz in Berlin: Drogendealer verschanzt sich

Ein mutmaßlicher Drogenhändler hat sich am Samstagvormittag in Berlin-Oberschöneweide in seiner Wohnung verbarrikadiert und wurde nach einem mehrstündigen Polizeieinsatz festgenommen. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 36-Jährige wurde schließlich von einem Spezialeinsatzkommando (SEK) überwältigt. In der Wohnung fanden die Beamten mehr als fünf Kilogramm Cannabis.

Zeuge beobachtet Entsorgung von Cannabisplantagen-Teilen

Der Einsatz begann, als ein Zeuge gegen 10.20 Uhr auf der Wilhelminenhofstraße beobachtete, wie ein Mann mehrere Teile einer größeren Cannabisplantage im Müll entsorgte. Der Zeuge alarmierte die Polizei. Die Einsatzkräfte stellten vor Ort zahlreiche Pflanztöpfe sowie Teile einer Bewässerungsanlage sicher und begaben sich anschließend zur Wohnung des Tatverdächtigen im dritten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses.

Verdächtiger öffnet nicht – Durchsuchungsbeschluss erwirkt

Der 36-Jährige öffnete die Tür weder auf Klingeln noch auf wiederholte Aufforderungen hin. Die Beamten nahmen aus der Wohnung Geräusche sowie starken Cannabisgeruch wahr und erwirkten daraufhin einen Durchsuchungsbeschluss. Als die Einsatzkräfte die Tür gewaltsam öffnen wollten, gelang dies nur unvollständig. Offenbar hatte der Mann die Eingangstür sowie Teile der Wohnung mit Europaletten verbarrikadiert.

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Feuerwehr hinzugerufen – Brand in der Wohnung

Zur technischen Unterstützung wurde die Feuerwehr hinzugerufen. Kurz darauf nahmen die Beamten Brandgeruch und Flammen aus dem Inneren der Wohnung wahr. Das Mehrfamilienhaus wurde daraufhin evakuiert. Das Feuer erlosch schließlich von selbst; Löschmaßnahmen waren nicht erforderlich.

SEK stürmt Wohnung – Festnahme mit Diensthund

Schließlich verschaffte sich ein SEK-Trupp gewaltsam Zugang zur Wohnung und setzte einen Diensthund ein, um den Mann festzunehmen. Der 36-Jährige erlitt dabei Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wegen psychischer Auffälligkeiten wurde er zudem einer diensthabenden Psychologin vorgestellt; der Mann wurde stationär aufgenommen. Die Ermittlungen dauern an.

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