Proteste begleiten Gründung der AfD-Jugend in Niedersachsen
Proteste begleiten Gründung der AfD-Jugend in Niedersachsen

Begleitet von Protesten hat die AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland einen Landesverband in Niedersachsen gegründet. Zum Vorsitzenden wurde der 28-jährige Bundestagsabgeordnete Micha Fehre gewählt, wie die Jugendorganisation nach der Gründungsveranstaltung in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) mitteilte. Der Verfassungsschutz hatte die AfD Niedersachsen erst in dieser Woche als extremistische Bestrebung eingestuft.

Die Jugendorganisation machte keine Angaben zur Mitgliederzahl. Fehre sagte, sie wolle junge Menschen ermutigen, aktiv zu sein und Gesicht zu zeigen. Inhaltlich sei man keinesfalls radikaler als die Mutterpartei. Der Landesverband setzt sich nach eigenen Angaben für junge Familien, wettbewerbsfähige Preise für Unternehmen, Wiedereinstieg in die Kernkraft und eine sogenannte Remigration ein. Fehre erklärte, wer kein Bleiberecht habe, gehöre abgeschoben.

Der Landesvorstand besteht aus elf Mitgliedern. Stellvertretender Vorsitzender wurde der 33-jährige Patrick Schwarzer. Als Beisitzer gehört der 29-jährige Adrian Maxhuni dem Vorstand an, früher Vorsitzender der Jungen Alternative in Niedersachsen. Zur Finanzbeauftragten wurde die 26-jährige Reinhild Goes gewählt. Das Gründungstreffen fand hinter verschlossenen Türen statt; vor dem Veranstaltungsort demonstrierten rund 300 Menschen.

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Nach der Einstufung des AfD-Landesverbands als extremistische Bestrebung steht auch die Jugendorganisation im Blick der Sicherheitsbehörden. Der Verfassungsschutz geht von personellen und ideologischen Kontinuitäten zur früheren Jungen Alternative aus. AfD-Landesvize Stephan Bothe wies dies zurück und betonte, es gebe keine personellen Überschneidungen. Die Generation Deutschland sei bewusst so aufgebaut, dass die AfD die Kontrolle habe.

Die Gründung ist Teil des bundesweiten Aufbaus der neuen AfD-Jugendstruktur. In Bremen gründete Generation Deutschland vor drei Wochen einen Landesverband, der als Verdachtsfall beobachtet wird. Die Bundes-AfD hatte die Jugendorganisation im November 2023 in Gießen ins Leben gerufen. Sie tritt die Nachfolge der Jungen Alternative an, die sich im Frühjahr 2023 aufgelöst hatte. Mitglied kann in der Regel nur werden, wer auch AfD-Mitglied ist.

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