Unwetter in NRW: Bahnverkehr bis Mittwochabend eingeschränkt
Unwetter in NRW: Bahn bis Mittwochabend eingeschränkt

Schwere Unwetter haben in Nordrhein-Westfalen seit Montagabend erhebliche Störungen im Bahnverkehr verursacht. Mehrere Strecken sind gesperrt, und die Beeinträchtigungen könnten bis Mittwochabend andauern, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bestätigte.

Nächtliche S-Bahn-Kollision mit umgestürztem Baum

In der Nacht mussten 53 Menschen aus einer S-Bahn zwischen Witten und Dortmund evakuiert werden. Die Bahn war mit einem umgestürzten Baum kollidiert, der infolge des Unwetters auf die Gleise gestürzt war und die Oberleitungen beschädigt hatte, so die Feuerwehr. Verletzt wurde niemand.

Die Einsatzkräfte leuchteten die Unfallstelle aus und führten die Passagiere über das Gleisbett in Sicherheit. Die Strecke blieb während des etwa einstündigen Einsatzes gesperrt, ist aber inzwischen wieder freigegeben.

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ICE-Passagiere harren über vier Stunden aus

Bei Schwelm mussten Fahrgäste in einem ICE mehr als vier Stunden ausharren, nachdem ein Baum in die Oberleitung gefallen war. Nach der Entfernung des Baums wurde der Zug mit Hilfe einer Diesellok über den stromlosen Streckenabschnitt gezogen, bevor er selbst weiterfahren konnte. Eine Evakuierung der 132 Fahrgäste konnte nach intensiver Lagebewertung letztlich vermieden werden, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die Feuerwehr hatte die Lage zunächst als kritisch eingeschätzt, da der Zug auf freier Strecke stand und die Oberleitung beschädigt war. Letztlich entschieden sich die Einsatzkräfte jedoch, die Passagiere im Zug zu belassen, da eine Evakuierung über das Gleisbett bei Dunkelheit und widrigen Bedingungen riskant gewesen wäre.

Streckensperrung Mönchengladbach-Aachen dauert an

Die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Aachen bleibt wegen eines Oberleitungsschadens gesperrt – voraussichtlich noch bis Mittwochabend, so der Bahnsprecher. Am Montagabend waren Bäume zwischen Rheydt und Lindern auf die Gleise gestürzt, wodurch zwei Regionalzüge zum Stehen kamen.

„Fahrgäste konnten die Züge mit Unterstützung der Rettungskräfte vor Ort sicher verlassen und ihre Reise anschließend mit Bussen fortsetzen“, erklärte der Bahnsprecher. Die betroffenen Streckenabschnitte sind laut dem Portal Zuginfo.nrw weiterhin gesperrt, und die Züge werden umgeleitet oder enden vorzeitig.

Auswirkungen auf einzelne Linien

Mehrere Bahnlinien sind von der Sperrung betroffen. So enden die RE 1-Züge aus Hamm bereits in Köln und fahren von dort zurück. Auch die RE 4-Züge aus Dortmund und die RB 33-Bahnen aus Essen verkehren nur bis Mönchengladbach statt bis Aachen. Zwischen Aachen und Mönchengladbach wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Züge aus Aachen enden und beginnen in Lindern, wo ebenfalls Busse eingesetzt werden.

Zusätzlich sind die Linien RE 8 und RB 27 zwischen Rheydt-Odenkirchen und Grevenbroich beeinträchtigt. Fahrgäste müssen mit Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Die Deutsche Bahn empfiehlt, sich vor Reiseantritt über die aktuellen Verbindungen zu informieren.

Hintergrund: Unwetterlage in NRW

Die Unwetter hatten am Montagabend weite Teile Nordrhein-Westfalens erfasst. Starke Gewitter mit Sturmböen und heftigem Regen führten zu zahlreichen umgestürzten Bäumen und vollgelaufenen Kellern. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um die Schäden zu beseitigen.

Die Bahnstrecken sind nach derzeitigem Stand noch nicht vollständig befahrbar. Der Bahnsprecher betonte, dass die Aufräumarbeiten mit Hochdruck laufen, die Schäden an den Oberleitungen jedoch aufwendig repariert werden müssen. Die Sperrung der Strecke Mönchengladbach-Aachen wird voraussichtlich bis Mittwochabend bestehen bleiben, weitere Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen.

Die Deutsche Bahn bittet Fahrgäste um Geduld und Verständnis. Reisende können ihre Tickets flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren. Weitere Informationen erhalten Betroffene über die Bahn-App, die Website der Bahn oder das Portal Zuginfo.nrw.

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