19 Drohnenstörungen an sächsischen Flughäfen im ersten Halbjahr
19 Drohnenstörungen an Flughäfen in Sachsen

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 19 Drohnenstörungen an den sächsischen Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden registriert. Wie die DFS auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, entfielen 18 Fälle auf Leipzig/Halle und ein Fall auf Dresden.

Bundesweite Bilanz der Drohnenstörungen

Bundesweit verzeichnete die Flugsicherung 145 Behinderungen des Luftverkehrs durch unerlaubte Fluggeräte. Die meisten Störungen gab es am Berliner Flughafen mit 28 Fällen, gefolgt von Frankfurt mit 27 und Bremen mit 23. 90 Prozent der Vorfälle ereigneten sich im Großraum von Flughäfen, obwohl Drohnenflüge in einem Radius von 1,5 Kilometern um Airports verboten sind.

Meldungen durch Piloten und Tower

„Der größte Anteil wird von den Piloten während des Fluges mitgeteilt, weitere Fälle durch die Tower-Lotsinnen und -Lotsen festgestellt“, erklärte DFS-Sprecher Marian Günther. Bei einer Drohne im An- und Abflugbereich könnten Piloten die betroffene Bahn oder den gesamten Flughafen sperren. Eine Sperrung dauere in der Regel mindestens 30 Minuten, und alle Maßnahmen würden eng mit dem Flughafen und der Polizei abgestimmt.

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Kosten durch Drohnenvorfälle

Eine Analyse des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ergab, dass Drohnenvorfälle im Jahr 2025 Millionenkosten verursacht haben. Bundesweit wurden 226 Vorkommnisse gemeldet, von denen 116 zu Voll- oder Teilsperrungen an 25 Flughäfen führten. Die direkten Kosten für den Luftverkehr beliefen sich auf geschätzt 60 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung von Folgekosten durch Verzögerungen, gestörte Umläufe und Flugannullierungen stieg der Schaden auf bis zu 160 Millionen Euro.

Reaktion der sächsischen Polizei

Die sächsische Polizei hat auf die zunehmenden Drohnenflüge reagiert und eine Koordinierungsstelle Spionage, Sabotage und Staatsterrorismus eingerichtet. Diese Stelle, die am 1. September 2025 ihre Arbeit aufnahm, kümmert sich um Verdachtsfälle hybrider Bedrohungen. Seitdem wurden in Sachsen laut Polizeistatistik 20 „sicherheitsrelevante Drohnenüberflüge über Standorten von kritischen Infrastrukturen, militärischen Einrichtungen und Rüstungsunternehmen“ registriert. Dazu zählen neben den Flughäfen auch Industrieanlagen.

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