Die Linke in Sachsen verzeichnet weiterhin starken Zulauf und hat die Marke von 11.500 Mitgliedern überschritten. Damit ist sie die mitgliederstärkste Partei im Freistaat und liegt vor der CDU. Seit Jahresanfang traten rund 600 Menschen in die Partei ein, wie die Parteizentrale mitteilte. Der Altersdurchschnitt liegt bei 43,5 Jahren, und 49,2 Prozent der Mitglieder sind männlich. Ende 2024 zählte die Linke noch rund 6.900 Mitglieder.
Parteichef Böhme: Eintrittswelle kein einmaliger Hype
„Unsere Eintrittswelle war kein einmaliger Hype. Die Linke ist zurückgekommen, um zu bleiben. Wir bleiben die mitgliederstärkste Partei in Sachsen“, erklärte Parteivorsitzender Marco Böhme. Diese Stärke wolle man nutzen, um für ein soziales und gerechtes Sachsen zu kämpfen. „Gute und sichere Arbeit, Wohnen ohne Abzocke und ein Wocheneinkauf, der einen nicht in die Insolvenz treibt, sind nicht zu viel verlangt. Das wollen wir weiter gemeinsam lautstark fordern.“
Vorsitzende lobt Engagement der neuen Mitglieder
Co-Vorsitzende Anja Eichhorn betonte, dass die im vergangenen Jahr dazugekommenen Mitglieder ihren Platz in der Partei gefunden hätten. Die Neumitglieder seien aktiv und gestalteten mit. „Sie organisieren Küchen für alle, Sprechstunden, Haustürgespräche, Demonstrationen, Nachbarschaftshilfe und vieles mehr. Dort, wo wir in Sachsen unterwegs sind, merken wir: Gerade jetzt braucht es eine starke soziale Partei in Sachsen.“
Mitgliederzahlen im Vergleich
Bereits Anfang des Jahres lag die Linke mit mehr als 11.000 Mitgliedern vorn. Die CDU kam auf 8.700 Mitglieder. Auf Platz 3 folgen die Grünen mit gut 5.300 Mitgliedern. Dahinter ordnen sich die SPD (4.500) und die AfD (4.400) ein. Das Bündnis Sahra Wagenknecht zählt 553 Mitglieder. Bei der Landtagswahl 2024 erreichte die Linke nur 4,5 Prozent der Zweitstimmen, zog aber dank zweier Direktmandate in Leipzig mit sechs Abgeordneten in den Landtag ein.



