Der Dresdner Zoo trauert um seine Löwin Layla. Das Tier musste im Alter von 21 Jahren eingeschläfert werden, wie der Zoo am Dienstag mitteilte. Die Entscheidung sei den Verantwortlichen und Pflegern schwergefallen, da Layla über viele Jahre eine der Hauptattraktionen des Raubtierhauses war.
Nierenerkrankung seit 2023 bekannt
Bereits im Jahr 2023 war bei Layla eine beginnende Nierenerkrankung diagnostiziert worden, die zunächst symptomfrei verlief. "Dennoch rechneten wir stets damit, dass ihre Krankheit, die nicht heilbar ist, früher oder später zu Symptomen führen würde", erklärte der Zoo in einer Mitteilung. In den vergangenen Monaten habe die Löwin dann zunehmend an Gewicht verloren und zeitweise kaum gefressen.
In den letzten Tagen verschlechterte sich ihr Zustand rapide. "Sie zeigte sich müde und teilnahmslos, verweigerte vermutlich aufgrund von Übelkeit jegliche Futteraufnahme und bereits geringe Belastungen strengten sie extrem an", hieß es weiter. Zuletzt sei sie fast vollkommen apathisch gewesen, sodass die Tierärzte nur noch die Erlösung als Ausweg sahen, um weiteres Leid zu vermeiden.
Laylas Leben im Dresdner Zoo
Die Löwin wurde am 15. November 2005 im Zoo Amsterdam geboren und kam am 25. Juli 2007 nach Dresden. Gemeinsam mit dem Kater Jago bezog sie die neu eröffnete Löwenanlage im historischen Raubtierfelsen. 2012 brachte Layla die Zwillinge Abaja und Damien zur Welt, sodass das Rudel auf vier Tiere anwuchs. Nach Jagos Tod im April 2022 war Layla die unangefochtene Chefin der Gruppe.
Mit 21 Jahren erreichte Layla ein für Löwen beachtliches Alter. In freier Wildbahn beträgt die Lebenserwartung etwa 10 bis 15 Jahre, in Zoos meist 15 bis 20 Jahre. Die Tierpfleger beschrieben Layla als selbstbewusst und freundlich. "Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger bezeichneten sie als selbstbewusstes und freundliches Tier", teilte der Zoo mit. Nun lebt nur noch ihr Sohn Damien im Dresdner Zoo. Da er vorerst ohne Artgenossen auskommen muss, werde sich die Tierpflege umso intensiver um ihn kümmern, so der Zoo.



